"Geräte-Retter-Prämie" könnte Spardruck zum Opfer fallen © APA - Austria Presse Agentur
Seit Anfang des Jahres wurden laut Umweltministerium bereits 97.600 Reparaturbons eingelöst, um über die sogenannte "Geräte-Retter-Prämie" kaputte Haushalts- und Elektronikgeräte günstig reparieren zu lassen. "Wir sehen, dass Reparaturen im Alltag wieder stärker an Bedeutung gewinnen", betonte Minister Norbert Totschnig (ÖVP) in einer Aussendung. Ob die "Geräte-Retter-Prämie" trotz Spardrucks auch nach 2026 fortgesetzt wird, ist aber noch Teil der Budgetverhandlungen.
Die Verhandlungen für das Doppelbudget 2027/28 sind bereits im Finale. Die Bundesregierung hat sich dabei Einsparungen von 2,5 Mrd. vorgenommen, zusätzlich sollen 2,6 Mrd. Euro für "Offensivmaßnahmen" investiert werden. Wo die Ministerien bei ihrem jeweiligen Budget-"Kuchenstück" den Sparstift ansetzen, bleibt ihnen überlassen. Die "Geräte-Retter-Prämie" steht im Umweltressort noch zur Diskussion, wie Totschnig auch im ORF-Radio erklärte. "Wir müssen genau anschauen, wie wir die Finanzierung für die nächsten Jahre sichern."
Ursprünglich 30 Mio. Euro pro Jahr vorgesehen
Am häufigsten genutzt wurde die Prämie für die Reparatur von Kaffee- und Waschmaschinen, Geschirrspülern, Laptops und Backöfen. Österreichweit beteiligen sich knapp 2.400 Partnerbetriebe an der Initiative, mit der Ressourcen geschont, Elektroschrott vermieden und gleichzeitig die Haushalte finanziell entlastet werden sollen.
Vorgängermodell der "Geräte-Retter-Prämie" war bis zum Mai des Vorjahres der "Reparaturbonus". Im Gegensatz zu damals wird die Reparatur von Fahrrädern inklusive E-Bikes, Handys und Luxus-, Wellness- oder Unterhaltungsgeräten nun nicht mehr gefördert. Außerdem wurde die maximale Förderhöhe von 200 auf 130 Euro heruntergesetzt. Ursprünglich waren für die "Geräte-Retter-Prämie" vom Bund für 2026 bis 2028 Mittel von rund 30 Mio. Euro pro Jahr angekündigt worden.