Der Wiener Hafen präsentierte seine Bilanz © APA - Austria Presse Agentur

Der Wiener Hafen hat im Vorjahr sein Ergebnis um 20 Prozent auf 10,9 Mio. Euro gesteigert. Zugleich sank der Umsatz um etwa 6 Prozent auf 55,4 Mio. Euro. Dieser Rückgang ergab sich durch die Aufgabe einer Speditions-Sparte, wie am Mittwoch bei der Präsentation der Zahlen für 2025 erläutert wurde. Dafür boomte das Geschäft im Bereich Logistik, Container und Immobilien. Auch mehr Schiffe legten im Vorjahr an.

Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak (SPÖ) sprach von einem höchst erfolgreichen Jahr für den zur Wien-Holding gehörenden Hafen. Dieser sei das größte Logistikzentrum Ostösterreichs, hob sie hervor. Rund 200 Unternehmen mit etwa 5.000 Beschäftigten sind am Standort angesiedelt. Um Platz für weitere Betriebsflächen zu schaffen, wird auch Land gewonnen, wie Novak erläuterte. Rund 114.000 Quadratmeter wurden dazu aufgeschüttet. Das Material kam dabei etwa von Großbaustellen.

Plus 7,3 Prozent beim Gesamtumschlag

Der Hafen und dessen Container-Tochter WienCont bewältigten im Vorjahr einen Gesamtumschlag von rund 4,1 Mio. Tonnen. Das entspricht einer Steigerung von 7,3 Prozent. Allein im Ölhafen Lobau wurde ein Plus von 15 Prozent registriert. Der Umschlag betrug dort rund 1 Mio. Tonnen. Mehr als 1.000 Schiffe wurden 2025 an den Öl-Terminals be- und entladen.

Im Hafen Freudenau wurden 170 Schiffe empfangen, das waren um 50 mehr als im Jahr davor, berichtete Hafen-Geschäftsführerin Doris Pulker-Rohrhofer. Der Löwenanteil bei den Umsätzen entfiel aber auf die Units Immobilien bzw. Vermietung und das Containergeschäft. Der Umsatz der WienCont wurde mit 21 Mio. Euro beziffert, wobei dafür unter anderem Rekordwerte aus dem Containerdepot verantwortlich waren.

Bis zu 130 Züge pro Woche

Viele der angelieferten Einheiten kommen in diesem Bereich per Schiene. Laut der Hafen-Chefin können bis zu 130 Züge pro Woche abgefertigt werden. Das Containerterminal verbindet den Wiener Hafen mit zahlreichen europäischen Ländern. Gleisbauarbeit in Deutschland könnten 2026 hier allerdings zur Herausforderung werden, erläuterte Pulker-Rohrhofer.

Im Wiener Hafen wird nicht nur umgeschlagen, sondern auch gedreht. 2024 wurden dort Filmproduktionshallen eröffnet: die HQ7-Studios. Sie tragen inzwischen ebenfalls zum positiven Ergebnis bei, wie heute betont wurde.