++ ARCHIVBILD ++ Auch geringere Füllstände von Gasspeichern in Europa stützen Gaspreis © APA - Austria Presse Agentur
Der Preis für europäisches Erdgas ist nach gegenseitigen Militärschlägen der USA und des Iran deutlich gestiegen. Am Montag wurde der richtungsweisende Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat an der Börse in Amsterdam zu 69,13 Euro je Megawattstunde (MWh) gehandelt und damit mehr als 3 Prozent höher als am Freitag. Die Notierung liegt damit nur noch etwas unter dem Hoch seit Beginn des Iran-Kriegs, das im März bei knapp über 70 Euro erreicht worden war.
Seit etwa drei Wochen geht es mit dem Gaspreis tendenziell nach oben. In dieser Zeit hat sich der Rohstoff um etwa ein Drittel verteuert. An den Märkten bleibt die geopolitische Lage im Nahen Osten das bestimmende Thema.
Erstmals seit Ende Juli haben US-Streitkräfte wieder Ziele im Iran angegriffen. Die USA nahmen zwei Raketenabschussrampen in der Nähe der Straße von Hormuz ins Visier, wie verschiedene Medien unter Berufung auf einen US-Beamten berichteten. Der Iran reagierte umgehend mit Vergeltungsangriffen auf Stützpunkte des US-Militärs.
Preis für europäisches Erdgas stärker gestiegen als für Rohöl
Mit der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg ist der Preis für europäisches Erdgas stärker gestiegen als für Rohöl. Während die Ölpreise in den vergangenen Wochen auch zeitweise deutlich gefallen waren, haben sich die Notierungen für den Erdgas-Terminkontrakt auf hohem Niveau gehalten. Neben dem Iran-Krieg mit der Blockade der Straße von Hormuz als wichtige Transportroute für Energierohstoffe wird der Gaspreis auch durch eine vergleichsweise geringe Füllmenge der Gasspeicher in Europa gestützt.