Die Unternehmerfamilie Max-Theurer führt ihre Bahninfrastrukturunternehmen Plasser & Theurer, Robel, Matisa und Speno unter dem Dach einer Holding - der JMT Industrie Holding GmbH - mit Sitz in Österreich zusammen. Die vier Teilkonzerne peilen für heuer einen konsolidierten Umsatz von rund 1,7 Mrd. Euro an und beschäftigen weltweit rund 7.900 Mitarbeitende. Das teilte das Unternehmen am Dienstag in einer Aussendung mit. Verkaufs-, Investoren- oder Börsenpläne gebe es nicht.

Auch der Gleisbaumaschinen-Hersteller Plasser & Theurer mit Firmenzentrale in Wien und Stammwerk in Linz wird neu aufgestellt. Das Unternehmen - nach Eigenangaben weltweiter Technologieführer für Gleisbau- und Instandhaltungsmaschinen - hatte 2024 ein Sparpaket schnüren müssen. 2025 hat man aber mit einem Rekordumsatz von 731 Mio. Euro (2023: 469 Mio. Euro) und einem von 11,6 auf 41,4 Mio. Euro gestiegenen EBIT den Turnaround geschafft.

Linz bleibt größter Produktionsstandort

Nun wird Plasser & Theurer mit seinen weltweiten Beteiligungsfirmen in der Plasser & Theurer Group GmbH zusammengeführt. "Wir haben in den vergangenen zwei Jahren in einem schwierigen Umfeld viel erreicht. Um auf diesem Erfolg aufzubauen, schaffen wir nun die passende Struktur. Wir ordnen alle unsere Unternehmen neu und bauen damit eine zukunftsfähige, schlagkräftige Organisation auf", so CEO Johannes Max-Theurer, dies solle "die Grundlage für weiteres Wachstum" bilden.

Die Plasser & Theurer Group beschäftigt derzeit 5.600 Mitarbeitende, davon 2.300 in Österreich, und plant für 2026 einen Umsatz von rund 1,1 Mrd. Euro. Der Auftragsbestand liege aktuell bei über 1,6 Mrd. Euro. Linz bleibe der größte Produktionsstandort der Gruppe, so Max-Theurer. Hier soll kommende Woche das neue Montage- und Inbetriebnahmewerk - mit 60 Mio. Euro die größte Einzelinvestition der Unternehmensgeschichte - eröffnet werden.

Robel, Matisa und Speno bleiben eigenständig

Daneben gehören seit Jahrzehnten die deutsche Robel Group sowie die Schweizer Unternehmen Matisa und Speno International zum Beteiligungsportfolio der Eigentümerfamilie. Sie sollen auch weiterhin als eigenständige Unternehmen geführt werden, Marken, Management und Standorte bleiben erhalten, hieß es in der Aussendung.

Die Robel Group mit Sitz in Freilassing bietet Maschinen, Systeme und Dienstleistungen für den Bau und die Instandhaltung von Schieneninfrastruktur an und setzt mit ihren rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 200 Mio. Euro pro Jahr um. Matisa mit Sitz in Crissier produziert ebenfalls Maschinen für den Gleisbau und Gleisunterhalt. 600 Mitarbeitende erwirtschaften rund 200 Mio. Euro per anno. Und die Genfer Speno International ist auf Schienenschleifen und Schienenpflege spezialisiert, sie zählt rund 700 Beschäftigte und erlöst ebenfalls rund 200 Mio. Euro jährlich.

(APA)