Ofner (Bild) und Jäger bleiben bis 2025 im Amt © APA - Austria Presse Agentur

Die beiden Vorstände der Flughafen Wien AG bleiben bis 2025 im Amt. Der Aufsichtsrat habe heute einstimmig die Vorstandsmitglieder Julian Jäger und Günther Ofner für eine neue Funktionsperiode ab 1. Oktober 2020 bis 30. September 2025 wiederbestellt, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Die Verlängerung erfolgte wie schon 2015 vorzeitig.

"Die Sicherung der Kontinuität im Vorstand ist eine wichtige Voraussetzung, um den Erfolgskurs des Unternehmens fortzusetzen. Mit den Terminalausbauten und der Vorbereitung der 3. Piste hat das Unternehmen gewaltige, viele Jahre dauernde Bauvorhaben vor sich, die bei laufendem Betrieb zu meistern sind. Der seit 2011 nunmehr acht Jahre erfolgreich tätige Vorstand hat überzeugend bewiesen, dass er das Unternehmen gut in die Zukunft führen kann", erklärte Aufsichtsratschefin Bettina Glatz-Kremsner in der Aussendung.

Hauptaktionäre des Wiener Airports sind die Gemeinde Wien und das Land Niederösterreich mit je 20 Prozent sowie der australische Pensionsfonds IFM, der knapp 40 Prozent hält. Weitere 10 Prozent der Aktien liegen in einer Mitarbeiterstiftung, der Rest ist in Streubesitz.

Die zweite Funktionsperiode von Ofner und Jäger läuft seit 2016 und wäre noch bis 2021 gegangen. Schon damals, 2015, war die Bestellung um mehr als ein Jahr vorgezogen worden. Die beiden Vorstände schwimmen wegen des starken Passagierwachstums derzeit auf einer Erfolgswelle. Auch IFM hatte den Einstieg 2014 unter anderem auch mit dem amtierenden Management begründet.

Jäger und Ofner hatten im September 2011 ihre Vorstandstätigkeiten am Flughafen Wien aufgenommen und mussten den Airport nach den Problemen und massiven Kostenüberschreitungen rund um den Terminalneubau Skylink, dem heutigen Terminal 3, aus den Turbulenzen raussteuern.

Jäger war davor Chef des Flughafens Malta, an dem der Flughafen Wien beteiligt ist. Ofner kam von der Burgenland Holding, wo er von 2005 bis 2011 Vorstandsmitglied war. Jäger gilt als SPÖ-nahe, Ofner wird der ÖVP zugerechnet. Die Kür 2011 war von Seiten der FPÖ und der Grünen als "Proporzbesetzung" kritisiert worden.