Deutscher Hochleistungsspezialist geht in die USA © APA - Austria Presse Agentur

Der Berliner Hochspannungs-Spezialist Trench Group wird um 8,4 Mrd. Euro (9 Mrd. Dollar) in die USA verkauft. Der Energietechnik-Konzern GE Vernova übernimmt Trench vom Finanzinvestor Triton, wie beide Seiten am Mittwoch mitteilten. Triton winkt damit ein Milliardengewinn: Vor drei Jahren hatte die Beteiligungsgesellschaft Trench von Siemens Energy erworben - in Medienberichten war der Kaufpreis mit einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag beziffert worden.

Trench stellt unter anderem Messwandler und Spulen für Umspannwerke her - was Siemens Energy nicht mehr zu seinem Kerngeschäft zählte. GE Vernova war aus der Aufspaltung von General Electric hervorgegangen.

Das Netz großer Überlandleitungen gewinnt in der Energiewende massiv an Bedeutung, weil der durch Wind und Sonne erzeugte Strom über weite Strecken zu den industriellen Zentren transportiert werden muss.

Personalstand spürbar aufgestockt

Unter der Ägide von Triton kamen zu den 2.500 Beschäftigten 800 weitere hinzu. Der Umsatz von Trench hat sich seit dem Einstieg des Finanzinvestors auf mehr als 1 Mrd. Euro verdoppelt, auch durch den Bau eines neuen Werks in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina, das im Sommer die Produktion aufgenommen hat.

Der neue Eigentümer GE Vernova erwartet, dass der Umsatz von Trench bis 2028 weiter auf 1,9 Mrd. Dollar (rund 1,7 Mrd. Euro) steigen wird - bei einer operativen Umsatzrendite (EBITDA-Marge) von 36 Prozent. Der Auftragsbestand liege einschließlich Rahmenvereinbarungen bei rund 5 Mrd. Dollar.