Nividia-Chef hält Taiwan für "Epizenturm" der KI-Revolution © APA - Austria Presse Agentur

Der US-Chipkonzern Nvidia hat jährliche Investitionen von rund 150 Milliarden Dollar (128,9 Mrd. Euro) in Taiwan angekündigt. "Vor vier, fünf Jahren gab Nvidia etwa zehn bis 15 Milliarden Dollar pro Jahr in Taiwan aus. Jetzt geben wir 100, bald 150 Milliarden Dollar pro Jahr in Taiwan aus", sagte der Chef des wertvollsten Unternehmens der Welt, Jensen Huang, am Mittwoch.

Einen Zeitrahmen, über wie viele Jahre das Unternehmen den Betrag investieren will, nannte er nicht. Huang äußerte sich bei einer Feier in Taipeh zum Start der geplanten Taiwan-Zentrale des Unternehmens, die bis 2030 betriebsbereit sein soll.

Nvidia rückt näher an Partnerfirmen

Taiwan sei das "Epizentrum" der KI-Revolution, sagte Huang. "Hier kommen die Chips her, die Verpackung, hier werden die Systeme hergestellt, hier wurden KI-Supercomputer entwickelt." Mit der neuen Zentrale rückt Nvidia näher an TSMC. Der taiwanesische Konzern ist der weltgrößte Auftragsfertiger für Chips und ein wichtiger Zulieferer für das US-Technologieunternehmen. Zudem wird der Standort dem fünf Billionen Dollar schweren Chipkonzern dabei helfen, seine Allianzen mit weiteren Fertigungspartnern - darunter Foxconn, Wistron und Quanta Computer - zu stärken. Diese Partner nehmen allesamt eine wichtige Position beim Aufbau von KI-Servern und der entsprechenden Infrastruktur ein.

Taiwan spielt eine zentrale Rolle in der globalen Lieferkette für KI-Technologien, unter anderem für Unternehmen wie Nvidia und Apple. Diese Stellung wird maßgeblich durch TSMC gefestigt. Um die Bedeutung Taiwans zu unterstreichen, kündigte Advanced Micro Devices (AMD) vergangene Woche an, mehr als zehn Milliarden Dollar in den taiwanesischen KI-Sektor zu investieren, um strategische Partnerschaften zu vertiefen und die Kapazitäten für die Fertigung und Montage fortschrittlicher KI-Chips auszubauen.