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Facebook wird auch für Unternehmen immer wichtiger © fotolia.de ©2nix

Warum Facebook des Unternehmens bester Freund ist

Ohne Webauftritt geht schon lange nichts mehr, aber auch Facebook, Twitter und Instagram gehören inzwischen zur Basis eines erfolgreichen Marketing Auftritts. Social Media Marketing: Ein Begriff, um den heute keiner mehr drum rum kommt. Social Selling: Eine erfolgreiche, zeitsparende Lösung für Vertriebler, die nicht nur in höchstem Maße auf die Zielgruppe abgestimmt werden kann sondern auch noch kostenlos ist. Diese Strategien und Tools greifen heute Hand in Hand und gehören zur Basis eines funktionierenden Marketing Konzepts. Was dafür spricht und wie ein Unternehmen den Einstieg findet, beleuchtet dieser Artikel.

Facebook, Twitter, Instagram: Das können sie

„Social Media“ umfasst eine Bandbreite an Tools, Webseiten, Netzwerken und Apps, die alle mit der Zielgruppe und anderen Usern interagieren können. Genau diese Vielfalt schreckt viele ab. Dazu kommt die schnelle Entwicklung, die die Tools jeweils durchlaufen. Neue Features, Trends und Möglichkeiten gibt es fast jede Woche - wer soll da den Überblick behalten? Ganz einfach: Geschulte Fachkräfte, die damit aufgewachsen sind. Digital Natives sind der Schlüssel zur sozialen Welt. Sie sind auf Facebook groß geworden, kennen alles in und auswendig und wissen vor allem, wie ihre Generation zu erreichen ist. In ihr findet sich viele junge Persönlichkeiten, die extrem gut vernetzt sind und genau diese Pluspunkte mit ins Unternehmen bringen können. Sich dieser Ressource zu bedienen, ist also doppelt intelligent. Aber auch für alle anderen Marketing-Spezialisten gilt: So kompliziert ist es gar nicht. Das wichtigste ist lediglich Authentizität. Echter Content, echter Mehrwert. Nahbarkeit und das gewisse Etwas. Wer diese Features hat, wirkt auf die Zielgruppe anziehend und attraktiv, überzeugt sie im Vorbeigehen, so dass automatisch mehr verkauft wird - ganz ohne Werbung.

Auf Facebook, Instagram und Twitter findet sich dann vor allem die Zielgruppe - das ist das Spannende an den spezialen Medien. Schon immer wurde im Marketing versucht, die Kunden dort anzusprechen, wo sie ohnehin sind. Viele Menschen schauen Fernsehen, optimaler Platz für eine Werbung. Die Zeitung wird auch häufig gelesen - gleiches gilt für Magazine und die Umwelt, die Wände der Stadt, an denen Tag für Tag viele Menschen vorbei gehen. Das Problem: Fernsehzuschauer bewegen sich in der Alterspanne von 2 bis 102. Sie leben überall in Österreich und haben unterschiedliche Lebenswelten und Bedürfnisse. Die eigene Zielgruppe hingegen macht nur 3 % dieser Zuschauer und potenziellen Passanten aus - 97 Prozent der Zeit fühlen sich die Betrachter also nicht angesprochen.

Anders sieht das auf den sozialen Medien aus. Ist die eigene Zielgruppe erst einmal definiert, kann anders geworben werden. Mit Umfragen, Marktforschungen und direkten Fragen an die Kunden ergibt sich ein umfassendes Bild, das erlaubt, noch effizienter zu werden. Alters- und Sozialstrukturen sind auch ein wichtiger Faktor: Auf Facebook beispielsweise sind die meisten Nutzer zwischen 20 und 39. Es gibt 3.700.000 Accounts aus Österreich, das Alter dieser Nutzer reicht insgesamt von 13 bis 60+. Ähnliche Milieus und Interessen sind vernetzt. In diese Netzwerke einzudringen, das eigene Unternehmen einzubringen, bringt näher an die Zielgruppe, die untereinander ein dichtes Netzwerk vorzuweisen hat. Diese Chance bietet dieses soziale
Medium: die perfekte Ausgangslage für erfolgreiches Marketing und Selling.

Die Grundsätze: Authentizität und Nahbarkeit vor Versprechungen und Überfall

Authentisch, nah, direkt: Auf sozialen Medien mit der Zielgruppe zu interagieren unterscheidet sich vom Werbegespräch. Hier geht es nicht um Versprechungen und Verhandeln, stattdessen gilt es, das Produkt möglichst authentisch und anziehend darzustellen. Beispiel: Fitness-Produkte. Statt Versprechungen darüber zu machen, wie das Produkt wirkt und was dadurch alles erreicht werden kann, bieten Social Media Kanäle die Möglichkeit, diese Entwicklung zu zeigen, zu bebildern, das Lebensgefühl auszudrücken. Statt also lange Statistiken zu zitieren, nimmt man den echten Durchschnittskunden, der seine Erfahrungen und seine Entwicklung zeigt, was das Produkt aus ihm macht - nicht alleinig das Produkt, aber der Lifestyle, der damit verknüpft ist. Somit kann auf Dauer ein rundum gutes Bild davon geschaffen werden, was das Produkt kann und ist, wozu es verhelfen kann. Die Beste Art der Werbung - Storytelling.

Das hilft bei der Recherche, beim Wecken von Bedürfnissen, was schließlich zum Kauf führt. Der Kaufvorgang ist bereits voll im Gange, wenn der Kunde sich an den Verkäufer wendet: Kunden recherchieren heute lange über Social Media und Blogs, bevor sie sich tatsächlich zum Kauf entscheiden. Das Bedürfnis zu wecken - da liegt das Geheimnis. Das bedeutet auch einen deutlichen Vorteil gegenüber der Kaltakquise. 90 Prozent der wichtigen Entscheidungsträger geben an, ohnehin nicht auf diese Anrufe zu reagieren. Social Selling setzt statt des Überfallkommandos auf das Wecken der Bedürfnisse, die dann, wenn es an der Zeit ist, vom Kunden selbst angegangen werden - der Konsument setzt sich mit dem Vertreiber in Verbindung, da er überzeugt ist, dass das Produkt seine Bedürfnisse am besten stillt und zu ihm passt. Das gilt sowohl auf der B2C als auch auf der B2B-Ebene. Die Darstellung des Unternehmens und des Produkts funktioniert über die Sozialen Medien also besonders effektiv.

Auch Influencer mit ins Boot zu nehmen, gehört zu den erfolgreichen Strategien des Social Media Marketings. Laut Forbes gehören Social Influencer zu den Top Strategien 2017, weswegen Unternehmen sich vermehrt an Blogger, Vlogger und Instablogger wenden sollten. Die Reichweite dieser medialen Größen zu verwenden und das eigene Produkt damit bekannter und größer zu machen, wirkt langfristig positiv auf die eigenen Verkäufe
- eine Investition in die Zukunft.

Herausstechen: Inhalte mit Mehrwert schaffen

Was am Ende den Unterschied zwischen einem überlesenen und einem wahrgenommen Posting auf den überfüllten Social Media Kanälen ausmacht, ist die Emotionalität und Kreativität dahinter. Ist etwas anders, kreativer, lustiger, wird es viel wahrscheinlicher angesehen und wahrgenommen als das Konkurrenzprodukt. Heutige Konsumenten werden dabei vor allem von Videos angesprochen - ein Trend, den Unternehmen erkennen und mitgehen sollten. Aber das auf ihre Weise: Aus dem Einheitsbrei herausstechen und etwas Besonderes darstellen führt letztendlich zu Klicks. Virales Marketing ist dabei zwar noch immer ein Stichwort, wichtiger als große Treffer sind jedoch die kleinen Erfolge, die dafür bei der Zielgruppe besonders erfolgreich treffen. Der Food-Sektor boomt beispielsweise mit Rezeptvideos, Kosmetik ist mit Tutorials am besten angebracht. Wenn der Kunde den Mehrwert für sich erkennt, ist das Produkt bereits halb gekauft.

Mehrwert kann dabei vieles sein - wichtig ist nur, dass es sich von reiner Werbung abhebt. Mit den vielen tausend Reizen, denen jeder Mensch jeden Tag ausgesetzt ist, wird sehr selektiv konsumiert, besonders im Internet. Von Texten werden in erster Linie noch die Headlines und Zwischenüberschriften gescannt - erscheint das wichtig, wird weitergelesen. Sind die ersten drei Sekunden eines Videos gut, dürfen auch zwei schlechte Folgen - aber nur wenn der Konsument immer wieder gecatcht wird, ist der Inhalt erfolgreich an den Mann gebracht. Und dennoch: 3/4 der Surfzeit verbringen die meisten Menschen auf Social Media - ein erhebliches Potenzial, selbst bei stark gefiltertem Konsum.

All das zusammen genommen sorgt dafür, dass Social Media Marketing ein Key Faktor geworden ist - und Facebook damit zum besten Freund des Unternehmens. Und nicht nur das - auch Instagram gehört dazu, besticht mit ästhetischer Bildsprache und Lebensgefühl. Diese Tools müssen also bedient werden, wenn ein Unternehmen sich zielgruppengerichtet verkaufen will. Ein Produkt über das Wecken von Bedürfnissen an den Mann zu bringen und anschließend auf den Kunden zu warten, der von ganz alleine auf einen zukommt, ist eine erhebliche Zeitersparnis gegenüber herkömmlichen Marketing Strategien und ist außerdem der Weg in die Zukunft. Denn Facebook und Instagram werden höchstwahrscheinlich nicht an Wichtigkeit einbüßen. Die Nutzerzahlen steigen weiterhin, die Features werden verfeinert und über Big Data wird die Ausrichtung auf die Zielgruppen immer genauer. Dass Social Media kostenlos ist und sich damit kein günstigerer effektiverer Weg finden lässt, Zielgruppen genau anzusprechen und das Unternehmen und die Produkte authentisch und attraktiv darzustellen, bestätigt das Ganze nur und birgt weiter Pluspunkte.