Die Coronakrise macht der AUA schwer zu schaffen © APA - Austria Presse Agentur

Verkehrs- und Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) hält sich zu weiteren Hilfen für die Austrian Airlines (AUA) im Jahr 2021 bedeckt. Aufgrund der Coronakrise verbrennt die AUA laut Medienberichten aktuell "ein bis zwei Millionen Euro pro Tag". Wichtig sei, dass "das aktuelle Paket inklusive aller Klimaschutzmaßnahmen auch umgesetzt" werde, sagte Gewessler am Dienstag in Wien.

Die türkis-grüne Regierung und die AUA-Mutter Lufthansa hatten sich im Juni auf ein 600 Mio. Euro-Rettungspaket für die österreichische Fluglinie geeinigt. Davon entfielen 300 Mio. Euro auf einen staatlich garantierten Kredit, 150 Mio. Euro auf einen staatlichen Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss, sowie 150 Mio. Euro auf die Lufthansa. Dieses Paket habe "eine mehrmonatige und eine mehrjährige Perspektive", sagte die Verkehrsministerin.

Die aktuell 6.600 Mitarbeiter der AUA befinden sich zumindest bis März 2021 in Kurzarbeit. Bis 2022 sollen 1.100 Beschäftigte abgebaut werden.

Niemand in der Luftfahrtbranche weiß, wie lange die Krise dauert und wann das Vorkrisenniveau wieder erreicht sein wird. "Über den Winter werden wir mit unseren liquiden Mitteln auf jeden Fall kommen", sagte AUA-Chef Alexis von Hoensbroech kürzlich dem Magazin "News". Er geht weiter davon aus, dass "im Sommer das Geschäft zu 50, 60 oder 70 Prozent wieder zurückkommt." Das Austrian-Airlines-Management sei bei seinem Businessplan auch von einem solchen Szenario ausgegangen.