Trockenheit bremste Stromproduktion aus Wasserkraft im ersten Quartal © APA - Austria Presse Agentur
Die Trockenheit und die damit verbundene schwache Wasserführung hat dem teilstaatlichen Stromkonzern Verbund im ersten Quartal einen Ergebniseinbruch beschert. Der Gewinn sackte um 32 Prozent auf 270 Mio. Euro ab, beim Umsatz ergab sich ein Minus von 15,5 Prozent auf 1,94 Mrd. Euro. Zusätzlich negativ auf das Ergebnis wirkte ein niedrigerer durchschnittlicher Absatzpreis im Stromverkauf. Für das Gesamtjahr konkretisierte das Unternehmen den Ausblick.
Der Erzeugungskoeffizient der Laufwasserkraftwerke, der die Stromerzeugung aus der Wasserkraft misst und mit Vorperioden vergleichbar macht, lag im ersten Quartal bei 0,78 und damit um 5 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert (0,83) und um 22 Prozentpunkte unter dem langjährigen Durchschnitt von 1. Die Erzeugung in den Speicherkraftwerken sank gegenüber dem ersten Quartal 2025 um 2,3 Prozent. Insgesamt verringerte sich die Erzeugung aus Wasserkraft somit um 373 auf 5.095 Gigawattstunden (GWh).
Mehr Strom aus Wind und Sonne
Etwas besser lief es bei den neuen Erneuerbaren, also Photovoltaik und Wind: Im Vergleich zum ersten Quartal 2025 lag die Erzeugung um 13 Prozentpunkte höher. Dazu kam die Inbetriebnahme neuer Anlagen, insgesamt stieg die Produktion aus Wind und PV daher um 121 GWh auf 697 GWh.
Der durchschnittlich erzielte Absatzpreis für die Eigenerzeugung aus Wasserkraft fiel um 34,2 Euro auf 92,6 Euro je Megawattstunde (MWh). Grund für den deutlichen Rückgang war der vergleichsweise hohe Absatzpreis im ersten Quartal 2025. Der Ergebnisbeitrag aus dem Verkauf der Eigenproduktion aus Wasser, Wind und PV fiel daher deutlich niedriger aus als im Vorjahresquartal, so der Verbund. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank um 26,1 Prozent auf 534,6 Mio. Euro.
Beim Ausblick für das Gesamtjahr konkretisierte das Unternehmen die Spannen, der Stromkonzern rechnet nun mit einem EBITDA zwischen rund 2,1 und 2,5 Mrd. Euro (bisher: 2,0 bis 2,5 Mrd. Euro) und einem Konzernergebnis zwischen 1,0 und 1,2 Mrd. Euro (bisher: 900 Mio. bis 1,2 Mrd. Euro). Die Ausschüttungsquote soll unverändert zwischen 45 und 55 Prozent des um Einmaleffekte bereinigten Konzernergebnisses liegen.