Nahrungsergänzungsmittelhersteller rüstet weiter auf.

NEW BUSINESS Bundeslandspecial - STEIERMARK 2026
Christian Gubik (re.) und David Schweiger (li.), Gründer und Geschäftsführer von NovaLabs © NovaLabs

NovaLabs bleibt auf rasantem Wachstumskurs: Allein heuer fließen fünf Millionen Euro in den Ausbau der beiden Grazer Standorte. Bislang wurden 30 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Von einer Million auf zwei, von zwei auf vier, schließlich auf 6,5 – und zuletzt sogar auf 14 Millionen Euro: Seit der Gründung kennt die Umsatzkurve von NovaLabs praktisch nur eine Richtung: steil nach oben. Auch in diesem Jahr wird sich daran nichts ändern: Aktuell liegt der „White-Label“-Produzent – hergestellt werden etwa Pulver, Kapseln, Öle und Liquids für andere Marken – sieben Prozent über dem Jahresplan. Rund 25 Millionen Euro werden angepeilt.

Das hohe Wachstum veranlasst die beiden Gründer und Geschäftsführer David Schweiger und Christian Gubik nun zum nächsten Expansionsschritt: Nachdem heuer bereits rund zwei Millionen Euro in den Aufbau des kürzlich eröffneten zweiten Standorts in Graz-Rudersdorf geflossen sind, werden bis Jahresende weitere drei Millionen Euro in neue Maschinen und Anlagen investiert: „Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel – von Proteinen und Kollagen über Vitamine bis hin zu Mineralstoffen – wächst extrem stark. Wir haben uns als Produzent mit hohem Qualitätsanspruch einen Namen gemacht. Mit der aktuellen Investition bauen wir unsere Kapazitäten gezielt aus, um mit der steigenden Nachfrage Schritt halten zu können“, erklärt das Gründerduo unisono.

Fünf Millionen Euro an Investitionen
Den größten Teil des Investitionsprogramms bilden zwei neue Verpackungslinien für Kapseln am Standort in Graz-Rudersdorf. Parallel dazu wird aber auch am Hauptsitz in Graz-Straßgang weiter massiv aufgerüstet: Eine neue Füllmaschine dosiert pulverförmige – und optional auch flüssige – Produkte künftig hochautomatisiert in sogenannte „Stickpacks“, wie man sie etwa vom Zucker im Café kennt.

Dazu kommt eine neue Standbodenbeutel-Anlage für die beutelförmige, wiederverschließbare Verpackung von Pulverprodukten sowie ein Pick-and-place-Roboter. Bis Jahresende soll das gesamte Investitionsprogramm umgesetzt sein. Zusätzlich wird am Grazer Hauptsitz auch umgebaut: Eine neue Mischhalle mit insgesamt drei Anlagen wird inmitten der Produktion eingezogen. Hier werden Rohstoffe künftig automatisiert eingewogen, zugeführt und weiterverarbeitet. Rund 30 zusätzliche Stellen wurden 2026 bislang geschaffen – die Beschäftigtenzahl ist damit auf über 100 gestiegen.

50 Prozent Exportanteil
Das starke Wachstum kommt längst nicht mehr nur aus dem Heimatmarkt: Rund 50 Prozent des NovaLabs-Umsatzes werden mittlerweile im Export erzielt. Deutschland ist mit rund 40 Prozent des Gesamtumsatzes inzwischen der wichtigste Auslandsmarkt. Weitere Produkte gehen unter anderem in die Schweiz, nach Belgien und Frankreich. Über Kunden und Vertriebspartner gelangen die in der Steiermark hergestellten Nahrungsergänzungsmittel darüber hinaus bis nach Dubai und China. „Unsere Kunden wachsen – und wir mit ihnen. Gleichzeitig gewinnen wir laufend neue Aufträge. Unsere Aufgabe ist deshalb, die Produktion heute bereits so aufzustellen, dass sie auch mit den Mengen von morgen umgehen kann“, sagt Gubik. (BS)