Ein Anbieterwechsel kann sich rechnen © APA - Austria Presse Agentur
In Österreich haben im vergangenen Jahr 420.904 Kundinnen und Kunden und damit mehr als 2024 ihren Strom- oder Gaslieferanten gewechselt. "Die Wechselzahlen sind im Vergleich zu den Vorjahren weiter gestiegen, auch wenn nach wie vor viel Luft nach oben ist. Nachdem jetzt erste Unternehmen Preissenkungen angekündigt haben, erwarten wir uns, dass die Dynamik beim Lieferantenwechsel weiter zunimmt", so E-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch in einer Aussendung.
Wichtig bleibe der Vergleich der Strom- und Gastarife. Laut der Regulierungsbehörde könnten sich Konsumenten mit einem Wechsel des Anbieters im Jahr mehrere hundert Euro sparen. Darüber hinaus könne die Geldbörse in kalten Winterwochen auch kurzfristig entlastet werden: "Räume nicht überheizen, Heizkörper nicht verstellen, Stoßlüften, Nachtabsenkung, usw. sind nur ein paar Kniffe, um die Heizkosten rasch und ohne monetären Aufwand zu reduzieren", riet Co-Vorstand Alfons Haber.
Zu den Zahlen: Vor den rund 421.000 Anbieterwechseln (Haushalte und Unternehmen) waren es im Jahr 2024 gut 378.800, im Jahr 2023 rund 346.000. 2025 betrug die Wechselrate bei Strom 5,4 Prozent (nach 4,7 Prozent im Jahr davor) und bei Gas 6,3 Prozent (nach 6,5 Prozent 2024). Einen neuen Stromlieferanten suchten sich 2025 insgesamt 345.442 Kunden (darunter 283.135 Haushalte), einen neuen Gaslieferanten 75.462 Kunden (darunter 68.903 Haushalte).
Niederösterreicher wechseln am häufigsten
Den Stromlieferanten am häufigsten wechselten neuerlich - im Verhältnis zur Kundenzahl - die Niederösterreicher mit 8,3 Prozent bzw. 72.213 Kunden, gefolgt von den Steirern mit 6,5 Prozent (61.821 Kunden) und den Oberösterreichern mit 6,1 Prozent (64.307 Kunden). Schlusslicht beim Wechsel des Stromlieferanten waren im vergangenen Jahr die Tiroler mit einer Wechselrate von 2,0 Prozent bzw. 10.133 Kunden.
Auch bei Gas wechselten die Niederösterreicher am häufigsten, und zwar mit 8,1 Prozent bzw. 21.015 Kunden, gefolgt von Oberösterreich (7,8 Prozent bzw. 9.395 Kunden) und der Steiermark mit 6,7 Prozent bzw. 4.008 Kunden. Bei Gas bildete Vorarlberg das Schlusslicht mit einer Wechselrate von 1,3 Prozent (442 Kunden).