Der chinesische Online-Billigmodehändler Shein treibt seinen Börsengang in Hongkong voran und will dabei bis zu 1,77 Milliarden Dollar einnehmen. Das Unternehmen startete am Montag die Zeichnungsfrist für die Aktien, wie aus dem Börsenprospekt hervorgeht. Angeboten werden 280 Millionen Papiere zu einem Preis zwischen 47,60 und 49,50 Hongkong-Dollar. Damit würde Shein mit bis zu 26,81 Mrd. Dollar (22,92 Mrd. Euro) bewertet.
Der Ausgabepreis soll am 31. August festgelegt werden, das Börsendebüt ist für den 1. September geplant.
Der lang erwartete Schritt an die Börse erfolgt in einer schwierigen Phase für den Konzern. Ein langsameres Umsatzwachstum und schwächere Kerngewinne belasten das Geschäft. Zudem schrumpfen die Margen. Dies schürt Bedenken, dass die rasante Expansion des Unternehmens durch höhere Handelskosten, strengere regulatorische Auflagen und den verschärften Wettbewerb im weltweiten Online-Handel ins Stocken geraten könnte. Zuletzt verbuchte Shein einen Quartalsverlust von 99 Millionen Dollar. Grund dafür war die Streichung einer US-Zollbefreiung für Kleinpakete. Hinzu kam eine Sonderbelastung von 328 Millionen Dollar im Zuge einer Bilanzierungsänderung.
(APA)