++ ARCHIVBILD ++ Herbstgewand könnte wegen der Hitze später verkauft werden © APA - Austria Presse Agentur

Der heimische Einzelhandel blickt auf eine durchwachsene Entwicklung im ersten Halbjahr zurück. Nach Signalen für eine Konjunkturerholung zu Jahresbeginn stiegen die Umsätze inflationsbereinigt nur um 0,1 Prozent, geht aus einer Wifo-Studie im Auftrag des Handelsverbands hervor. Grund für die De-facto-Stagnation sei unter anderem eine träge Konsumnachfrage im Zuge des Iran-Kriegs, hieß es am Montag in einer Mitteilung. Immerhin gebe es leichte Anzeichen auf eine Verbesserung.

So stieg der Konjunkturklimaindex im Einzelhandel zuletzt an - von minus 11,5 Punkten im Juni auf minus 5,7 Punkte im Folgemonat. Sowohl die aktuelle Lageeinschätzung als auch die Erwartungen für die kommenden Monate hätten sich verbessert, selbiges gelte für das Stimmungsbild bei den Konsumentinnen und Konsumenten. Die private Konsumnachfrage dürfte sich aber weiter verhalten entwickeln, zumal die hohen Preissteigerungen - etwa bei Diesel - weiterhin die verfügbaren Einkommen belasten würden, so die Einschätzung des Wifo.

Neben den geopolitischen Unsicherheiten sei der außergewöhnlich heiße und trockene Sommer aus Sicht des Handels für einzelne Nicht-Lebensmittel-Segmente belastend gewesen. Vor allem im Modehandel war das den Angaben zufolge der Fall, zumal länger anhaltende Hitzeperioden den Saisonwechsel und damit den Kauf von Übergangs- und Herbstware verzögern würden.