++ ARCHIVBILD ++ Die Deutsche Bahn kämpft auf mehreren Fronten mit Problemen © APA - Austria Presse Agentur
Die Deutsche Bahn (DB) fährt weiterhin ihrem selbstgesetzten Pünktlichkeitsziel hinten nach, was sich immer wieder auch auf den Bahnverkehr in Österreich negativ auswirkt. Zugleich gibt es am Hauptbahnhof Berlin mit seinen täglich rund 330.000 Reisenden massive Infrastrukturprobleme: Aktuell sind mit 35 von insgesamt 52 Rolltreppen mehr als die Hälfte der Aufstiegshilfen aufgrund technischer Probleme gesperrt. Für Reparaturen fehlen einstweilen die Ersatzteile, so die dpa.
Bei der Pünktlichkeit blieb die DB im Februar weiterhin schwach. Lediglich 59,4 Prozent aller Fernverkehrshalte wurden "on time" erreicht. Das waren aber immerhin um 7,3 Prozentpunkte mehr als noch im Jänner. Zum Vergleich: Die ÖBB erreichten 2024 im Fernverkehr immerhin eine Pünktlichkeit von 78,2 Prozent, hatte es vor einer Woche vom Rechnungshof geheißen.
Als verspätet gilt ein Zug nach Bahn-Definition ab einer Verzögerung von sechs Minuten. Als Gründe für die vielen Verspätungen nennt die DB zumeist die vielen Baustellen im maroden Schienennetz sowie die überlasteten Fernverkehrsknoten, vor denen sich Züge immer wieder stauen. Baustellen in Bayern wirken sich heuer und in den Folgejahren besonders auch auf Österreichs Zugverkehr negativ aus.
DB verspricht für Berlin Hilfe beim Koffertragen
Rund ums Rolltreppenproblem, das deutschlandweit insgesamt 70 fahrende Stiegen betrifft, heißt es zu Reisenden am Berliner Hauptbahnhof von der DB, dass Unterstützung von Service-Mitarbeitenden vorhanden sei, "die Wege zeigen und beim Koffertragen helfen". Mobilitätseingeschränkte Fahrgäste könnten weiterhin die Aufzüge nutzen. Die Rolltreppenreparaturen seien überall "sehr aufwendig".