Gold derzeit kein "sicherer Hafen" © APA - Austria Presse Agentur
Die Preise für die beiden Edelmetalle Gold und Silber haben zum Start in die Woche erneut kräftig nachgegeben. Eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) Gold kostete am Montag im frühen Handel nur noch etwas mehr als 4.300 Dollar (3.721,33 Euro) und damit vier Prozent weniger als am Freitagabend. Gold ist damit im Iran-Krieg anders als in vielen anderen Kriegen und Krisen davor alles andere als der sogenannte sichere Hafen.
Seit dem Start der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran büßte der Goldpreis mehr als 18 Prozent ein, nachdem er in den ersten Tagen des Kriegs noch bis auf fast 5.420 Dollar gestiegen war. Seit Beginn des Iran-Konflikts haben stark gestiegene Ölpreise die Inflationsrisiken erhöht und die Aussichten auf baldige Zinssenkungen der US-Notenbank Federal Reserve und anderer Zentralbanken verringert. Höhere Zinsen belasten tendenziell Edelmetalle, da sie keine Zinsen abwerfen.
Mit dem Rückgang vom Montag sind auch alle Gewinne vom Jahresanfang aufgezehrt. Seit dem Rekordhoch von knapp 5.600 Dollar Ende Jänner belaufen sich die Verluste inzwischen auf fast 1.300 Dollar oder 23 Prozent. Noch drastischer ist die Entwicklung beim Silber. Der Preis für eine Feinunze Silber büßte seit Ende Jänner fast die Hälfte seines Rekordstands von knapp 122 Dollar ein. Am Montag gab der Silberpreis weitere fünf Prozent auf 64,25 Dollar ab. Seit dem Start des Iran-Kriegs vor etwas mehr als drei Wochen verbilligte sich Silber um mehr als 30 Prozent.