Plastiksteuer könnte auch solcherlei verpackte Lebensmittel treffen © APA - Austria Presse Agentur

Rund um die Plastiksteuer, die als ein Faktor die baldige Mehrwertsteuersenkung für Lebensmittel kompensieren soll und in Verhandlung steht, gibt es zum Teil massiven Widerstand. Solcher ist am Mittwoch etwa vom Obmann der Industriesparte in der Wirtschaftskammer, Siegfried Menz, artikuliert worden. Schlussendlich werde diese Taxe "Produkte nur teurer machen", warnte der Firmenvertreter am Rande einer Pressekonferenz in Wien. Dabei sei eine Inflationsbremse ja Ziel, so Menz.

Einer solchen Steuer kann die Industrieseite dem Spartenobmann zufolge nur bei nicht-recycelbaren Kunststoffen etwas abgewinnen. Aber das dürfte zu wenig Geld bringen und könnte auch technisch zu schwierig umsetzbar sein, meinte Menz. Also sei der Plan auf PET-Material, das zur Gänze recyclingfähig sei und auf recyceltes Plastik ausgeweitete worden. Für hundert Prozent recyceltes oder recycelbares auch noch Steuern zu bezahlen: Das kann man auf der Unternehmensseite so gar nicht verstehen, ging aus Menz' Ausführungen hervor.

"Absurd, Recyceltes zu besteuern"

"Das ist sowas von absurd, Recyceltes zu besteuern und teurer zu machen", sagte Menz und fragte, ob es nicht eigentlich Ziel sei, Kreislaufwirtschaft anzutreiben. Selbiges gelte auch für PET-Material. Anderes Plastik werde beispielsweise für flüssige Waschmittel, Zahnpasta oder auch etwa Champignon-Plastikkörberln verwendet, so Menz auf Nachfrage. Jedenfalls dürfe es keine neue Steuer geben, die Produkte teurer mache.