Iran-Krise belastet die Konjunktur © APA - Austria Presse Agentur

Der Krieg im Iran wirkt sich auch auf Österreichs Wirtschaft negativ aus. Die Erwartungen der Unternehmen lagen im April wieder "klar im pessimistischen Bereich", die Wifo-Konjunkturampel sprang auf Rot, teilte das Wirtschaftsforschungsinstitut am Dienstag mit. Die Inflation ist im März und April gestiegen, auf zuletzt 3,3 Prozent, Energie war um fast 11 Prozent teurer als im Vorjahr. Auch die Arbeitslosigkeit ist gestiegen.

Dennoch brachte das erste Quartal 2026 in Österreich insgesamt noch ein leichtes Wachstum von voraussichtlich 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Die Exporte stagnierten allerdings und die Wertschöpfung in der Herstellung von Waren sank gegenüber dem Vorquartal.

Auch weltweite Konjunktur getroffen

Weltweit sei die konjunkturdämpfende und preiserhöhende Wirkung des Iran-Krieges auch schon zu spüren, so die Wifo-Analyse. Das Verbrauchervertrauen habe "vielerorts abgenommen". Das kräftige Wachstum der Weltwirtschaft vor den Angriffen der USA und Israels auf den Iran ist abgeflaut, Preise und Arbeitslosigkeit sind gestiegen, auch die Energiepreise sind und bleiben voraussichtlich in den kommenden Monaten hoch.

"Die Preiserwartungen sind aber weiterhin deutlich niedriger als im pessimistischen Szenario unterstellt. Im März und April entsprachen die Rohölpreise den in der Wifo-Prognose unterstellten Werten", so der Autor des aktuellen Wifo-Konjunkturberichtes, Stefan Ederer.