Am Donnerstag stehen 38,5 Mio. Euro Fördermittel zur Verfügung © APA - Austria Presse Agentur
Am morgigen Donnerstag startet der dritte und letzte Fördercall für Photovoltaikanlagen und Stromspeicher im Jahr 2026. Für den Call stehen durch Restmittel aus früheren Förderrunden insgesamt 38,5 Mio. Euro zur Verfügung, gab das Wirtschaftsministerium am Mittwoch bekannt. Ursprünglich seien für den dritten Fördercall nur 8 Mio. Euro an Mitteln vorgesehen gewesen.
Die zusätzlichen Gelder sind kein neues Budget, betonte Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP). Sie stammen demnach vor allem aus Förderzusagen früherer Calls, bei denen Projekte nicht oder nur teilweise realisiert wurden und dadurch Mittel wieder frei geworden sind. Nach der aktuellen Systematik des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes (EAG) werden verfügbare Restmittel wieder für Förderungen eingesetzt.
Der Fördercall startet am 8. Oktober um 17 Uhr mit der Ticketziehung und läuft bis 22. Oktober. Gefördert werden weiterhin neue bzw. erweiterte PV-Anlagen sowie damit verbundene Stromspeicher. Der dritte Call soll zugleich die letzte Förderrunde in der bisherigen Systematik sein. Am bisherigen System hatte es immer wieder deutliche Kritik gegeben. Aufgrund von geringeren Fördermitteln war der Topf beim Fördercall im heurigen Juli innerhalb kürzester Zeit ausgeschöpft, nur ein kleiner Teil der Anträge konnte berücksichtigt werden.
Förderung soll 2027 neu ausgerichtet werden
Wie bereits angekündigt, soll die Photovoltaik-Förderung 2027 neu ausgerichtet werden. Die breite Förderung klassischer kleiner PV-Anlagen soll auslaufen und stattdessen ein Fokus auf Speicher gesetzt werden. Vorgesehen ist laut Ministerium ein "Speichersystembonus" für Speicher bei neuen PV-Anlagen ebenso wie für die Nachrüstung bestehender Anlagen. Ein "intelligentes Energiemanagementsystem" soll Fördervoraussetzung werden.
Auch die Förderabwicklung soll neu organisiert werden. An die Stelle einzelner Fördercalls soll ein antragsbasiertes Modell nach Fertigstellung treten. Die konkreten Förderbedingungen, die Höhe des Bonus und die technischen Kriterien würden derzeit abschließend ausgearbeitet, hieß es vom Ministerium. Für die notwendige gesetzliche Änderung ist eine Zweidrittelmehrheit im Parlament erforderlich.