Für den im niederösterreichischen Neunkirchen angesiedelten Teleshopping-Sender Mediashop GmbH gibt es womöglich doch noch eine Rettung. Ein heimisches Konsortium bemühe sich nun um das insolvente Unternehmen, teilte der Gläubigerschutzverband Creditreform am Dienstag mit. Dabei würden zunächst 30 von den ursprünglich 162 Beschäftigten übernommen werden, später soll das Personal aufgestockt werden. Die Entscheidung über einen Neustart von Mediashop werde "zeitnah" getroffen.
"Für die Region ist der Fortbestand des Unternehmens als großer Arbeitgeber essenziell", heißt es in einer Aussendung der Creditreform. Die Verhandlungen mit der Insolvenzverwaltung seien "weit fortgeschritten". Nach APA-Informationen dürfte es mindestens zwei Wochen dauern, bis der Neustart unter Dach und Fach ist.
30 statt 172 TV-Kanäle
Laut "Kurier" vom Dienstag handelt es sich bei dem heimischen Konsortium um eine österreichische Investorengruppe mit dem Manager Patrick Schenner. "Künftig will man sich nicht mehr auf ein Dutzend Länder konzentrieren, sondern auf die Region Deutschland, Österreich und die Schweiz", heißt es in dem Bericht. Außerdem soll statt auf 172 TV-Kanälen die Produktwerbung nur noch auf bis zu 30 TV-Kanälen stattfinden.
Gegründet wurde der Verkaufssender im Jahr 1999, vertrieben werden Produkte aus den Bereichen Haushalt, Küche, Fitness, Gesundheit, Beauty sowie Lifestyle. Ende Februar musste die Mediashop GmbH Insolvenz anmelden. Die Passiva des Unternehmens betragen nach eigenen Angaben rund 45 Mio. Euro. Einen Sanierungsplan zog die Mediashop GmbH Anfang März zurück.
(APA)