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Die Ölpreise sind am Dienstag weiter gestiegen. Nachdem es mit den Notierungen zu Beginn der Woche zeitweise deutlich nach oben gegangen war, legten sie im frühen Handel nur noch vergleichsweise leicht zu. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November wurde bei 91,16 US-Dollar (78,61 Euro) gehandelt und damit 0,74 Prozent höher als am Vortag.

Am Montag waren die Ölpreise zeitweise um zweieinhalb Prozent auf 91,52 Dollar gestiegen, nachdem der Iran-Krieg nach gegenseitigen Militärschlägen der USA und des Iran wieder eskaliert war. Zuletzt hatte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht gemeldet, dass in der Straße von Hormuz erneut ein Öltanker angegriffen worden sei. Demnach wurde er während der Ausfahrt aus der Meerenge von Geschossen getroffen. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb unklar.

Ungewissheit wegen Iran-Krieg

Am Markt herrsche derzeit Ungewissheit, wie es mit dem Iran-Krieg weitergeht, sagte Rohstoffstratege Bart Melek von der kanadischen Investmentbank TD Securities. Er rechnet eher mit weiter steigenden Rohölpreisen, da es "keine Anzeichen dafür gibt, dass der normale Transit durch die Straße von Hormuz in naher Zukunft wieder aufgenommen wird".

Allgemein wird immer mehr damit gerechnet, dass die Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran noch über Monate andauern könnten. Hinzu kommt der Krieg zwischen Russland und der Ukraine mit immer neuen Angriffen auf die russische Ölindustrie, die derzeit das Angebot insbesondere bei Diesel verknappen.

(APA)