Behörden ermitteln © APA - Austria Presse Agentur

Nach technischen Problemen an der Transalpinen Ölpipeline (TAL) bei Triest in den vergangenen Tagen haben deutsche Medien über einen möglichen Sabotageakt an der Infrastruktur berichtet. Der TAL-Betreiber hat am Samstag jedoch entsprechende Spekulationen entschieden zurückgewiesen. Die Pipeline versorgt vom Hafen Triest aus Raffinerien in Österreich, Bayern und Tschechien mit Rohöl.

Berichten zufolge, unter anderem von "Business Insider" und "Welt am Sonntag", soll es sich um einen Angriff auf eine Pumpstation im Raum Tolmezzo in der Provinz Udine gehandelt haben. Demnach habe die mutmaßliche Sabotage Ende März zu einer mehrtägigen Unterbrechung des Rohölflusses geführt. Laut deutschen Medien sollen unter anderem die Raffinerien MiRO und Bayernoil zeitweise auf Reserven angewiesen gewesen sein.

Abschaltung einer Pumpstation in Friaul

Die Betreibergesellschaft der TAL-Ölpipeline erklärte dagegen, es habe sich um eine "normale technische Störung" gehandelt. Von äußeren Einwirkungen Dritter könne keine Rede sein. TAL teilte mit, dass es im März zu einem "technischen Rückgang der Förderleistung" gekommen sei, verursacht durch mehrere Faktoren sowohl im eigenen Bereich als auch bei Drittunternehmen. So habe der Stromnetzbetreiber Terna am 25. März die Abschaltung einer Pumpstation in Paluzza verlangt, um Reparaturen an einer beschädigten Stromleitung durchzuführen.

Terna bestätigte, dass ein Strommast nahe Tolmezzo beschädigt worden sei. Der Vorfall werde auf eine Handlung Unbekannter zurückgeführt. Personen oder Sachwerte seien nicht zu Schaden gekommen, allerdings sei die Stromversorgung der TAL-Anlage vorübergehend unterbrochen worden. Die italienischen Behörden ermitteln zu den genauen Ursachen und stehen dabei in Kontakt mit deutschen Stellen.