Der Sanierungsplan für die insolvente QimiQ Handels GmbH mit Sitz in Hof bei Salzburg ist am Donnerstag mehrheitlich angenommen worden. Die Gläubiger erhalten eine Quote von 20 Prozent, zahlbar binnen zwei Monaten nach Annahme, jedoch nicht vor Rechtswirksamkeit der gerichtlichen Bestätigung, teilten die Kreditschutzverbände AKV Europa und KSV1870 nach der Sanierungsplantagsatzung am Landesgericht Salzburg mit.

Insgesamt wurden 203 Forderungen in Höhe von rund 6,66 Mio. Euro angemeldet, wovon 4,73 Mio. anerkannt wurden. Die übrigen Forderungen von 1,93 Mio. Euro werden nach Angaben der Kreditschutzverbände bestritten. Laut Masseverwalter liegen die Voraussetzungen für die Bestätigung des Sanierungsplanes bereits vor.

Über das Vermögen des Herstellers von Sahnebasis-Produkten war am 7. April ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet worden. Die Ursache für die Insolvenz lag laut Angaben der Schuldnerin in deutlichen Milchpreissteigerungen im Jahr 2025, die die Produktionskosten um rund 15 Prozent in die Höhe trieben. Ein Auslieferstopp der SalzburgMilch GmbH Anfang 2026 und verspätete Zahlungseingänge internationaler Großkunden hatten schließlich zur Zahlungsunfähigkeit geführt.

Elisabeth Eppich vom KSV1870 erklärte auf APA-Anfrage, dass QimiQ von der SalzburgMilch gekauft werden soll. "Das wird gerade endverhandelt", sagte Eppich. Die Marke QimiQ soll weiter produziert und betrieben werden, die SalzburgMilch werde alle immateriellen Güterrechte übernehmen.

(APA)