Aufgrund der aktuellen Marktsituation rät Re/Max zum Immobilienkauf © APA - Austria Presse Agentur

Das Immobilienmakler-Netzwerk Re/Max prognostiziert für 2026 einen moderaten Aufschwung bei allen heimischen Objekttypen. Langfristig dürfte neuer Wohnraum knapper werden und die Preise steigen, geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie hervor. Re/Max erzielte 2025 in Österreich nach eigenen Angaben einen Umsatz- und Verkaufsrekord.

"Wir freuen uns über das mit Abstand beste Jahr in der Geschichte von Re/Max in Österreich", betonte Re/Max-Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer in einer Presseaussendung. Das Netzwerk erzielte 2025 Rekordwerte bei Vermittlungszahlen und Honorarumsatz. Der Umsatz stieg im Vergleich zu 2024 um 20,4 Prozent, zudem wurden 20 Prozent mehr Immobilien als im bisherigen Rekordjahr 2024 verkauft. Dabei lag der Transaktionswert 2025 bei 2,76 Milliarden Euro, insgesamt wickelte Re/Max 2.750 Geschäfte ab.

Leichter Aufschwung am Immobilienmarkt erwartet

"Für das Jahr 2026 erwarten wir einen weiteren moderaten Aufschwung, die Prognosen sind für alle Objekttypen positiver als zuletzt", so Reikersdorfer. Für den Re/Max Real Estate Future Index wurden Einschätzungen von 650 heimischen Immobilienexpertinnen und -experten eingeholt. Laut Studie werden Nachfrage, Angebot und Preise bei allen Immobilientypen leicht anziehen. Dabei sollen Nachfrage und Angebot am stärksten im oberen Preissegment steigen, während die Preise vor allem im unteren Preissegment zulegen sollen. Re/Max prognostiziert außerdem, dass die Nachfrage nach Mietwohnungen stärker am Stadtrand steigen wird, gefolgt von Landgemeinden und zentralen Lagen. Bei Eigentumswohnungen soll die Nachfrage in allen drei Lagen gleichermaßen zunehmen.

Bei der Preisentwicklung von Mietwohnungen erwartet Re/Max, dass zentrale Lagen vor Stadtrand und Landgemeinden liegen werden. Bei Einfamilienhäusern und Baugrundstücken sollen Angebot, Nachfrage und Preise steigen. Im Bereich der Gewerbeimmobilien werden laut Studie Betriebsgrundstücke, Gewerbeobjekte, Ladenlokale und Büroflächen bei Nachfrage, Angebot und Preisen besser abschneiden als im Jahr 2025. Die Prognose fällt je nach Bundesland unterschiedlich aus: Am positivsten wird die Immobiliennachfrageentwicklung für 2026 in Tirol gesehen, gefolgt von Kärnten und Niederösterreich. Im Gegensatz dazu fällt die Einschätzung in Oberösterreich, Burgenland und Wien nur leicht positiv aus. In Seekirchen (Salzburg-Umgebung), Hallein, Lieboch (Graz-Umgebung) und Oberwart wird Re/Max 2026 neue Standorte eröffnen.

Empfehlungen für den Kauf

Für 2026 rät Reikersdorfer zum Kauf: "Aufgrund der aktuellen Marktsituation ist definitiv noch ein guter Zeitpunkt für den Kauf". Denn die Gebührenbefreiung für Grundbuch- und Pfandrechtseintragungen gelte nur noch bis Ende Juni 2026. Darüber hinaus sollten Käufer vor Beginn der Immobiliensuche ihre finanziellen Möglichkeiten klären und bei der Finanzierung Konditionen und einmalige Gebühren miteinander vergleichen. "Ein wichtiger Appell, der immer wieder von mir kommt: Sofern möglich, sollte man noch während der Berufszeit Eigentum schaffen. Eigentum bedeutet mehr verfügbares Einkommen in der Pension und bietet gleichzeitig Schutz vor Altersarmut", ergänzte Reikersdorfer.

Langfristig stehe der Immobiliensektor vor Herausforderungen im Neubaubereich bei Miete und Kauf: "Es wird viel zu wenig neu gebaut. Das wird dazu führen, dass in absehbarer Zeit mehr Nachfrage auf weniger Angebot trifft, mit dem Ergebnis, dass die Preise spätestens 2027 oder 2028 spürbar steigen werden", so Reikersdorfer.