Bestes Tourismusjahr aller Zeiten.

NEW BUSINESS Bundeslandspecial - WIEN 2026
WienTourismus-Geschäftsführer Norbert Kettner und Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak © Stadt Wien/David Bohmann

Wiens Tourismus erreichte 2025 sein bisher bestes Jahr seit Aufzeichnungsbeginn. 8,6 Mio. Gäste nächtigten 20 Mio. Mal. 2026 präsentiert sich die Bundeshauptstadt als Meetingmetropole.

2025 war das erfolgreichste Jahr für Wiens Städtetourismus seit Beginn der Aufzeichnungen: Mit 20 Millionen Nächtigungen hat Wien einen neuen Referenzpunkt geschaffen und seine Bedeutung als europäische Tourismusmetropole unter Beweis gestellt“, zieht die Präsidentin des WienTourismus, Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak, Bilanz. Die Stadt hat 8.573.000 Nächtigungsgäste (Ankünfte), ein Plus von 5 Prozent zu 2024, sowie 20.065.000 Gästenächtigungen verzeichnet, ein Plus von 6 Prozent. 

Die Auswertung der Umsätze der Monate Jänner bis November ergibt mit 1.254.168.000 Euro ein Plus von 4 Prozent, zu dem der November selbst mit 131 Millionen Euro bzw. einem Plus von 10 Prozent beigetragen hat. Die Netto-Nächtigungsumsätze der Wiener Beherbergungsbetriebe für Dezember 2025 betrugen 209.982.000 Euro und bedeuten ein Plus von 20 Prozent im Vergleich zu 2024. Für das Gesamtjahr 2025 macht der Beherbergungsumsatz 1.464.150.000 Euro aus, was einem Plus von 6 Prozent im Vergleich zum Jahresumsatz 2024 entspricht.

5 Mio. mehr Nächtigungen in 10 Jahren: Akzeptanz ungebrochen hoch
„20 Millionen Nächtigungen sind neuer Bestwert. Diese Zahl besitzt umso mehr Wert, weil die Wienerinnen und Wiener hinter dem Tourismus in ihrer Stadt stehen und gleichzeitig Gäste unsere Stadt weiterhin top bewerten“, streicht Novak hervor. 2016 zählte Wien 15 Millionen Nächtigungen, seither sind diese um 34 Prozent gewachsen. Im selben Jahr begann der WienTourismus die Tourismusakzeptanz der Bevölkerung auf jährlicher Basis zu messen.

„Es ist keine Selbstverständlichkeit, auch zehn Jahre später sagen zu können: Die Balance aus Tourismusakzeptanz und Gästezufriedenheit passt in Wien“, so Novak. Beide Erhebungen werden durch das unabhängige Marktforschungsinstitut Manova durchgeführt, sind repräsentativ und finden mit monatlichen Befragungen statt: 9 von 10 der rund 3.600 befragten Bewohner:innen sahen auch 2025 Tourismus positiv, 9 von 10 der 2.600 befragten Wien-Gäste würden Wien weiterempfehlen. Auch im österreichweiten Akzeptanz-Index der Statistik Austria schnitt Wien 2025 mit den besten Werten aller Bundesländer ab.

Stabiles Wachstum aus Nordamerika, Asien mit Luft nach oben
Rund 83 Prozent der Gästenächtigungen 2025 stammten aus dem Ausland (2024: 82 %). Deutschland hält mit 3.543.000 Nächtigungen (+2 % zu 2024) den stärksten Anteil in Wiens Nationenmix, gefolgt von Österreich mit 3.381.000 Nächtigungen (+1 %). Die USA liegen mit 1.259.000 Nächtigungen (+3 %) an dritter Stelle, gemessen am Nächtigungsumsatz im Bereich der 5-Stern-Hotellerie sogar auf dem ersten Platz. Europäische Märkte – Italien, Großbritannien, Spanien, Frankreich, Polen, die Schweiz und Rumänien – komplettieren die Top 10.

China liegt, am Beherbergungsumsatz gemessen, bereits auf Platz 10, brachte mit 365.000 Nächtigungen (+22 %) aber nur gut zwei Drittel (70 %) seines Vorkrisenniveaus. Kanada (235.000, +17 %), Südkorea (232.000, +7 %) und Japan (202.000, +24 %) wuchsen erfreulich, wobei hier Japan seinen Wert 2019 noch um 40 Prozent unterschreitet. Während die USA mit 29 Flugfrequenzen im Winterflugplan (2019: 25) und Kanada mit 19 Frequenzen (2019: 10) Wachstum zeigen und Südkorea mit 3 Flügen bei der Fluganbindung auf Vorkrisenniveau liegt, haben China mit 13 (2019: 17) und Japan mit 3 (2019: 7) noch Aufholbedarf.

60 Prozent des Bettenangebots zählen zu 4- und 5-Stern-Kategorie
Wien verfügt derzeit über 450 Hotelbetriebe. In Summe werden rund 42.400 Zimmer mit 84.600 Betten verzeichnet. Rund 60 Prozent des Wiener Hotelbettenangebots sind der 4- und 5-Stern-Kategorie zuzuordnen. Mit Ende 2025 verfügt Wien über 26 Luxushotels. Jüngster Neuzugang ist das Mandarin Oriental im ehemaligen Handelsgericht. Mit diesem breiten Angebot über alle Kategorien ist die Stadt bestens für den Euro­vision Song Contest als auch die weiteren bevorstehenden Großveranstaltungen im Jahr 2026 gerüstet, darunter fünf internationale Meetings mit jeweils mehr als 10.000 Teilnehmer:innen. Insgesamt erwartet Wien heuer knapp 50 Kongresse und Firmentagungen mit jeweils über 1.000 Teilnehmer:innen. 

Meetingmetropole Wien: Hotspot für Zukunftstechnologien
Drei Meetings zu Energie, Petrochemie und Konnektivität bringen im Herbst Know-how und Tausende Exper­t:in­nen in die Stadt. Den Auftakt macht von 5. bis 8. Oktober 2026 das 60. Annual Meeting der European Petrochemical Association (EPCA): 1.800 Expert:innen der Petrochemie kommen im Hotel Intercontinental und weiteren Fünf-Sterne-Hotels zusammen, um über Trends, Verfahren und Innovationen zu diskutieren. 

Von 13. bis 15. Oktober folgt Network X im Viecon – Vienna Congress & Convention Center, das globale Treffen der Telekommunikationsbranche mit rund 5.000 Teilnehmer:innen, bei dem die Zukunft der Konnektivität im Mittelpunkt steht. Von 10. bis 12. November findet das Forum Enlit Europe im Viecon – Vienna Congress & Convention Center statt. Die Konferenz im Energiebereich bringt 12.000 Fachleute in Wien zusammen, die sich über Dekarbonisierung, erneuerbare Energiequellen und die Transformation des Energiesystems austauschen.

„Mit 20.000 Expert:innen aus der Technologie-, Energie- und Zukunftsbranche unterstreicht Wien einmal mehr seine Position als Meetingmetropole Nummer 1. Meetings zählen zu den klaren Stärkefeldern Wiens und sind fest in unserer Visitor Economy Strategie verankert: Langfristig soll einer von zehn Gästen aus dem Meetingbereich kommen – eine Zielgruppe, die hochwertig konsumiert, sich harmonisch in das Stadtgefüge einfügt und damit zu unseren Wunschgästen zählt. Um diese Spitzenposition weiter auszubauen, arbeiten wir aktuell an 290 Bewerbungen für Veranstaltungen bis ins Jahr 2038“, so WienTourismus-Geschäftsführer Norbert Kettner.

Der Vienna Meeting Fund der Stadt Wien erweist sich dabei nach wie vor als Stärke in der weltweiten Akquise: Mit einem aktuellen Fördervolumen von rund 8,7 Millionen Euro unterstützt er Veranstalter von Kongressen und Firmenveranstaltungen seit 2021 dabei, wenn sie Wien als Standort wählen. Seit der Erstauflage 2021 wurden über 1.300 Förderanträge eingereicht, die Veranstaltungen bis ins Jahr 2028 abdecken; rund 900 Förderungen wurden bisher zugesagt. „2026 steht der Ausbau unserer Legacy-Programme auf der Agenda, die Mehrwert für Wiens Bevölkerung schaffen. Auch den ESC nutzen wir, um der Branche zu zeigen, wie professionell Wien bei der Umsetzung von Großevents agiert“, betont Kettner. (BO)