Country Manager Andreas Graf-Matzner und Fritz Blasnek, Bürgermeister von Leopoldsdorf, beim symbolischen Handshake vor dem Gemeindeamt. © Barbara Wirl
Insgesamt sind drei Rechenzentren auf jeweils drei Stockwerken geplant.
CloudHQ, ein Entwickler und Betreiber von Rechenzentren, präsentierte am 1. Oktober seinen neuen Rechenzentrumscampus in Leopoldsdorf. Der Campus wird aus drei Rechenzentren bestehen, die auf jeweils drei Stockwerken untergebracht sind. Insgesamt ist für den Vollausbau eine Anschlussleistung von 150 Megawatt geplant.
"Rechenzentren sind das Fundament der Digitalisierung. Sie bringen Effizienz und Produktivität in allen Bereichen – in der Verwaltung, in der Industrie, im Handel und in der Forschung. Die Digitalisierung stärkt den Wirtschaftsstandort Österreich und schafft nachhaltig Arbeitsplätze", sagte anlässlich der Präsentation Andreas Graf-Matzner, Country Manager CloudHQ, und stellte außerdem das Unternehmen vor: "CloudHQ wurde 2016 gegründet, hat über 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und betreibt weltweit 23 hochmoderne Rechenzentren von Chicago über Amsterdam bis Osaka."
Fritz Blasnek, Bürgermeister von Leopoldsdorf, unterstrich die Bedeutung für die Gemeinde: "Wir haben einen gemeinsamen städtebaulichen Vertrag verhandelt, der neun Millionen Euro für Infrastrukturmaßnahmen für die Gemeinde ermöglicht." Blasnek betonte, dass der Gemeinderat einstimmig die 25-Meter-Bauhöhe des Campus beschlossen hat. Graf-Matzner ergänzte: "Wir verstehen uns als Partner der Gemeinde und werden in vielen Dimensionen sehr gerne unseren Beitrag leisten."
Bei der Errichtung des Campus legt der Entwickler und Betreiber hohen Wert auf Nachhaltigkeit. Es werden rund 2.700 m2 Fassadenbegrünung geplant, ebenso wird eine 5.800 m2 Photovoltaik-Anlage entstehen. Die Kühlung erfolgt in einem geschlossenen Kühlkreislauf und das Rechenzentrum wird über eine direkte Stromversorgung verfügen. Zudem wurde eine Studie zu Wärmeemissionen für das Projekt durchgeführt. "Wenn überhaupt, sind Temperaturveränderungen von weniger als 1 K zu erwarten, was unterhalb von Nachweisgrenzen oder Modellgenauigkeiten liegt", so Graf-Matzner. Weiters wurde bestätigt, dass für das Projekt ein UVP-Verfahren erfolgen werde.
Die Wertschöpfung für die Region umfasst drei Dimensionen: In der Bauphase werden Baudienstleister, Ingenieure und Techniker aus der Region, aus Österreich sowie internationale Experten tätig sein. Der Betrieb schafft den Angaben zufolge vor Ort Arbeitsplätze für Betriebstechniker, Administratoren und IT-Spezialisten sowie Sicherheits- und Reinigungsmitarbeiter. Zudem seien indirekte Effekte zu erwarten. "Studien zeigen klar wesentliche Spillovereffekte für die Wirtschaft. Die direkten Arbeitsplätze können bis zu einem Faktor 4,5 erhöht werden", so Graf-Matzner abschließend.
CloudHQ informierte am 1. Oktober zudem in einer eigenen Informationsveranstaltung interessierte Bürgerinnen und Bürger über das Projekt. (red.)