Mehrschichtige Schutzmechanismen für Spitäler, Ordinationen und Gesundheitszentren. © Shutterstock
Für Viren & Bakterien in Krankenhäusern gibt es Methoden zur Abwehr. Der Cyberschutz bleibt oft lückenhaft. Wie Spitäler, Ordinationen & Gesundheitszentren ihre IT-Sicherheit gezielt stärken können.
NISG 2026, permanente Cyberangriffe und immer stärker vernetzte Versorgungsprozesse erhöhen den Druck auf Österreichs Gesundheitswesen. Patientenverwaltung, Befunde, Labor, Bildgebung, Abrechnung, E-Mail, Cloud-Dienste und medizinische Geräte hängen heute eng an funktionierender IT. Doch wirksamer Schutz folgt keinem Standardschema. Ein Spital braucht andere Sicherheitsstrukturen als eine Ordination oder eine Primärversorgungseinrichtung. Entscheider sind klug beraten, Risiken realistisch zu bewerten und Schutzkonzepte passend zur Versorgungsrealität aufzubauen.
Mit diesen Anforderungen steht Österreich nicht allein da. Eine aktuelle ESET-Umfrage unter Entscheidern im deutschen Gesundheitswesen zeigt beispielhaft, woran viele Einrichtungen derzeit arbeiten und wo weiter Lücken bestehen. Krankenhäuser investieren demnach stärker in Notfallübungen, Awareness-Maßnahmen, moderne Netzwerkarchitekturen und die Absicherung medizinischer Geräte. Gleichzeitig zeigt die Befragung, dass aus einzelnen Maßnahmen noch nicht automatisch ein belastbares Gesamtkonzept entsteht. Besonders sichtbar wird das beim Notfallmanagement. Nur rund 30 Prozent der befragten Kliniken verfügen über einen strukturierten Notfallplan, der regelmäßig getestet wird. Bei Universitätskliniken liegt dieser Wert sogar nur bei rund 21 Prozent.
Vergleichbare Grundproblematik
Diese Zahlen stammen aus Deutschland und lassen sich nicht eins zu eins auf Österreich übertragen. Sie zeigen aber ein Muster, das auch hierzulande relevant ist. Spitäler, Ordinationen und Gesundheitszentren kämpfen mit ähnlichen Grundproblemen: gewachsene IT-Landschaften, knappe Sicherheitsressourcen, vernetzte Medizingeräte, Phishing, Ransomware und immer mehr digitale Prozesse, die im Behandlungsalltag zuverlässig funktionieren müssen. Die Frage ist daher weniger, ob Österreich vor vergleichbaren Risiken steht. Es kommt vielmehr darauf an, wie konsequent Einrichtungen ihre Einzelmaßnahmen zu einem schlüssigen Schutzkonzept verbinden.
Wirksamer Schutz beginnt deshalb nicht mit einer langen Produktliste. Er beginnt mit einer nüchternen Bestandsaufnahme. Welche Systeme sind unverzichtbar? Welche Zugänge müssen besonders geschützt werden? Wo entstehen Risiken durch Dienstleister, Cloud-Anwendungen oder medizinische Geräte? Wer erkennt verdächtige Aktivitäten? Und wie schnell kann eine Einrichtung reagieren, wenn ein Angriff nicht mehr theoretisch ist? Diese Fragen stellen sich im gesamten Gesundheitswesen. Die Antworten fallen unterschiedlich aus. Ein Spital mit mehreren Abteilungen, vernetzten Systemen, Spezialsoftware und zahlreichen Nutzergruppen braucht einen anderen Schutz als eine Ordination, eine Gruppenpraxis oder ein Gesundheitszentrum. Wer alles mit demselben Sicherheitsmodell beantworten will, greift zu kurz.
Die ESET-Sicherheitsarchitektur bündelt Prävention, zentrale Steuerung, XDR und MDR zu einem mehrschichtigen Schutzmodell für moderne IT-Umgebungen. © ESET
Spitäler müssen komplexe Angriffsflächen beherrschbar machen
Für Spitäler beginnt moderne Cybersicherheit mit Transparenz. IT-Teams müssen wissen, welche Systeme im Netz aktiv sind, wo Schwachstellen entstehen, welche Geräte besonders kritisch sind und welche Sicherheitsereignisse sofort untersucht werden sollten. In heterogenen IT-Umgebungen mit klassischen Systemen, Cloud-Diensten, mobilen Arbeitsplätzen und vernetzten medizinischen Geräten ist diese Übersicht unverzichtbar. Hinzu kommt, dass Klinik-IT nicht beliebig standardisiert werden kann. Spezialisierte Anwendungen, medizinische Systeme mit langen Lebenszyklen und historisch gewachsene Netzstrukturen erschweren ein konsequentes Update- und Schwachstellenmanagement. Gerade deshalb brauchen Krankenanstalten Lösungen, die Risiken sichtbar machen und helfen, sie nach Dringlichkeit zu ordnen.
Die ESET PROTECT Plattform bündelt zentrale Sicherheitsfunktionen und schafft eine gemeinsame Basis für Prävention, Erkennung und Verwaltung. ESET Vulnerability & Patch Management macht bekannte Schwachstellen in Betriebssystemen und Anwendungen sichtbar und unterstützt dabei, Updates strukturiert zu priorisieren. ESET Inspect ergänzt diesen Ansatz um tiefere Einblicke in verdächtige Aktivitäten, etwa wenn Angreifer mit gestohlenen Zugangsdaten arbeiten, legitime Administrationstools missbrauchen oder sich seitlich im Netzwerk bewegen.
Doch selbst gute Sichtbarkeit genügt nicht, wenn niemand die Signale rechtzeitig bewertet. Kliniken arbeiten rund um die Uhr, Cyberangreifer ebenfalls. Deshalb wird die Frage immer wichtiger, wer sicherheitsrelevante Hinweise einordnet, wenn interne Teams ausgelastet sind oder keine eigene 24/7-Sicherheitsorganisation existiert. ESET MDR unterstützt bei der kontinuierlichen Erkennung, Analyse und Abwehr von Bedrohungen. Für besonders anspruchsvolle Umgebungen bietet ESET PROTECT MDR einen erweiterten, KI-basierten 24/7-Ansatz.
Ordinationen & Gesundheitszentren müssen Einfallstore schließen
Kleinere Gesundheitseinrichtungen stehen vor einer anderen Aufgabe. Sie müssen nicht dieselbe technische Komplexität beherrschen wie ein großes Spital. Sie müssen vor allem verhindern, dass alltägliche und bekannte Angriffsmuster ihren Betrieb lahmlegen. Genau hier entscheidet sich, ob IT-Sicherheit im Praxisalltag funktioniert. In Ordinationen laufen viele kritische Prozesse an wenigen digitalen Knotenpunkten zusammen. Arbeitsplatzrechner, Notebooks und Server bilden die Grundlage für Terminverwaltung, Dokumentation, Abrechnung und Kommunikation. Werden sie kompromittiert, steht schnell mehr still als nur die IT. Deshalb ist es sinnvoll, den Schutz genau dort mehrschichtig aufzubauen.
ESET empfiehlt dafür das Prinzip des Multi Secured Endpoint. Es verbindet mehrere Schutzebenen rund um den digitalen Arbeitsplatz. ESET Endpoint Security schützt vor Malware, Ransomware und webbasierten Angriffen. ESET Secure Authentication sichert Zugänge zu E-Mail-Konten, Cloud-Diensten, Fernwartung und Praxisanwendungen zusätzlich per Mehrfaktor-Authentifizierung ab. ESET Full Disk Encryption schützt sensible Daten auf Endgeräten, etwa wenn Notebooks oder mobile Systeme verloren gehen. ESET Cloud Office Security ergänzt den Ansatz um Schutz für Microsoft 365 und Google Workspace, damit Phishing-Mails, schädliche Anhänge und betrügerische Nachrichten möglichst früh abgefangen werden.
Der Vorteil eines solchen Ansatzes liegt in seiner Alltagstauglichkeit. Ordinationen und Gesundheitszentren benötigen keinen überdimensionierten Sicherheitsapparat. Sie brauchen ein abgestimmtes Schutzkonzept für jene Angriffsflächen, die in kleineren Einrichtungen besonders häufig eine Rolle spielen: Endgeräte, Identitäten, gespeicherte Daten und digitale Kommunikation.
Nicht zuletzt brauchen auch kleinere Einrichtungen einfache Notfallabläufe. Backups, geprüfte Rücksicherungen und klare Zuständigkeiten sind unverzichtbar. Eine Ordination muss keine Krisenorganisation wie ein Spital aufbauen. Sie sollte aber wissen, wer im Ernstfall entscheidet, wie Systeme wiederhergestellt werden und wie der Betrieb möglichst schnell weiterlaufen kann. (PR)
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