Der Flugverkehr hat in Europa im vergangenen Jahr erstmals das Niveau von 2019, dem Jahr vor Ausbruch der Corona-Krise, erreicht. Die Europäische Luftsicherheitsorganisation Eurocontrol zählte 2025 mit 11,1 Millionen Flügen vier Prozent mehr als im Vorjahr. Länder in Südeuropa übertrafen das Vorkrisenniveau, wie Eurocontrol-Expertin Claire Leleu am Donnerstag erklärte. Der Norden und Nordosten blieb 2025 hingegen unter dem Volumen von 2019.

Neben weniger Inlandsflügen wie in Deutschland lag das an der Sperrung des Luftraums über Russland, der den Luftverkehr zwischen Europa und Asien/Pazifik bremst. Für das laufende Jahr sagte Leleu in einem Online-Seminar rund drei Prozent Wachstum auf gut 11,4 Millionen Flüge voraus.

Wie in den vergangenen Jahren sei bei Ferienflügen nach Südeuropa stärkeres Wachstum zu erwarten als bei Linienflügen, die häufiger von Geschäftskunden genutzt werden. Nach der Statistik von Eurocontrol, die den Luftverkehr in mehr als 40 Staaten erfasst, hatte das Segment Billigairlines mit einem Marktanteil von 35,4 Prozent erstmals die Nase knapp vor den Linienfluggesellschaften wie Lufthansa oder Air France. Eurocontrol zählt zu den "Low Cost Carriers" allerdings auch die Fluglinien Condor und Eurowings, die sich nicht als Billiganbieter wie die beiden größten Anbieter Ryanair und Easyjet verstehen. Auf Ryanair entfielen abermals die meisten Flüge in Europa mit 3,18 Millionen (plus fünf Prozent).

(APA)