Am ersten Adventsamstag waren die Einkaufsstraßen gut frequentiert © APA - Austria Presse Agentur
Der heimische Handel ist mit dem Start ins Weihnachtsgeschäft am ersten Adventsamstag zufrieden. Laut Handelsverband verzeichneten einige Einzelhändler und Einkaufszentren um bis zu 10 Prozent mehr Kundenfrequenz als im Vorjahr. Über positive Rückmeldungen der Händler berichtete auch WKÖ-Handelsobmann Rainer Trefelik.
WKÖ-Vertreter Trefelik zeigte sich auch über das "gute Wetter" am Advent-Einkaufssamstag erfreut. Die Einkaufsstraßen in den Landes- und Bezirkshauptstädten sowie die Weihnachtsmärkte waren gut besucht. Auch Ruhe ins Weihnachtsgeschäft bringe der kürzliche KV-Gehaltsabschluss bei den Handelsangestellten, sagte der WKÖ-Handelsobmann zur APA. Darüber sei er "sehr glücklich".
"Das erste Adventwochenende war ein kräftiges Lebenszeichen des österreichischen Handels und ein vielversprechender Start ins Weihnachtsgeschäft 2025", so Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will in einer Aussendung. Auch die Black Friday- und Black Week-Angebote würden "für eine ausgezeichnete Kundenfrequenz im stationären Handel" sorgen.
Spielzeug, Bücher, Parfüms und Elektro-Produkte stark gefragt
Stark gefragt waren laut Handelsverband vor allem Spielzeug, Bücher, Parfüms und Elektro-Produkte. Gut besucht waren auch Modehändler. Im Lebensmittelhandel waren "Last-Minute"-Adventkalender und Schoko-Weihnachtsmänner besonders beliebt.
Auch die 16 heimischen Einkaufszentren der Spar European Shopping Centers (SES) von Wien bis Vorarlberg waren am ersten Adventsamstag stark frequentiert. "Wir zählen an diesem Tag rund 30 Prozent mehr Besuchende als an gewöhnlichen Samstagen", sagte SES-CEO Christoph Andexlinger zur APA. Textil-, Sport- und Schuhhandel würden den positiven Effekt des winterlichen Wetters spüren. "Die erfreuliche Resonanz und vor allem die guten Besucherfrequenzen stimmen uns sehr zuversichtlich für die nächsten Wochen", so der Chef der Spar-Einkaufszentren-Tochter.
80 Prozent der Weihnachtsausgaben im stationären Handel
Die Handelsforscher der Johannes Kepler Uni Linz (JKU) gehen heuer von Weihnachtsausgaben in Höhe von 2,35 Mrd. Euro aus, im Vorjahr waren es 2,33 Mrd. Euro. Das Weihnachtsgeschäft ist weiterhin die Domäne der klassischen Ladengeschäfte. Rund 80 Prozent der prognostizierten Weihnachtsausgaben sollen heuer laut JKU-Handelsforschern auf den stationären Einzelhandel entfallen. Nur 20 Prozent der Geschenke-Ausgaben kann der Online-Handel für sich verbuchen.
Die Bedeutung des Weihnachtsgeschäfts ist in manchen Branchen zurückgegangen. Für den Buch- und Spielwarenhandel sowie Parfümerien sei Weihnachten aber weiterhin besonders wichtig für den Jahresumsatz, erklärte der WKÖ-Handelsobmann.