Mit Spesen ist laut AK dennoch zu rechnen © APA - Austria Presse Agentur

Online-Banking kommt laut Arbeiterkammer (AK) günstiger, ist aber nicht immer kostenlos, denn einige Banken verrechnen Spesen etwa für TAN oder Kontoauszüge. Das zeigt ein am Donnerstag veröffentlichte AK-Preismonitor Internetbanking am Girokonto. Demnach kann sich ein reiner "Online-Nutzer" im Vergleich zu einem "Normalnutzer" mit Transaktionen in der Bankfiliale rund 30 Euro im Jahr sparen.

Die jährlichen Kontokosten des Online-Nutzers seien somit um 26 Prozent günstiger als jene des Normalnutzers, so die AK am Donnerstag. Mit Spesen müssten Konsumenten dennoch rechnen, die elektronische Abwicklung ist nur bei einigen Banken gänzlich kostenlos. Die AK hat Spesen beim Internet-Banking von neun Banken geprüft, die bei elektronischen oder sonstigen online erledigten Transaktionen anfallen.

Als Beispiele für Spesen beim Internetbanking nennt die AK etwa, dass fünf der neun Banken bei bestimmten Kontoprodukten Spesen bis zu 32 Cent für online beauftragte Überweisungsaufträge verrechnen. Die Online-Änderung eines Dauerauftrags sei bei den neun untersuchten Banken immer kostenlos, hier gebe es echte Kostenvorteile gegenüber einer Änderung oder Schließung, die in der Filiale durchgeführt wird (bis zu 3,90 Euro).

Die AK rät den Konsumenten unter anderem, das Konto-Nutzungsverhalten zu prüfen und sich bei der Bank nach Spesen zu erkundigen. Überlegen sollte man, was rund ums Konto wichtig ist, Internetbanking sei praktisch, aber bei reinen Direktbanken falle die Betreuung und Beratung in der Filiale zumeist weg.

Puncto möglichem Datenklau lautet der AK-Tipp: "Achten Sie auf betrügerische E-Mails. Banken versenden keine E-Mails an Sie, in denen Sie Ihre Bank beispielsweise auffordert, auf einer fremden Website eine Sicherheits-App zu installieren. Solche Nachrichten kommen von Kriminellen."

63 Prozent der Österreicher erledigten ihre Bankgeschäfte online, so die Arbeiterkammer. Corona habe Internet-Banking nochmals einen Kick gegeben. Aufgrund der Ausgangsbeschränkung wurden Kunden angehalten, ihre Bankgeschäfte online zu erledigen. "Aber Vorsicht, es gibt immer gefinkeltere Phishing-Attacken - also den Datenklau im Internet mit anschließendem Plündern des Kontos", so AK-Konsumentenschützer Christian Prantner. "Cyberkriminalität nimmt zu, das zeigen auch die Statistiken des österreichischen Bundeskriminalamtes." Statistiken zufolge gebe es weltweit rund 50.000 Phishing-Websites.