Ein Insolvenzverfahren führt nicht notwendigerweise zm Marktaustritt © APA - Austria Presse Agentur

In Österreich werden deutlich mehr Unternehmen gegründet als durch Marktaustritte oder Insolvenzen wegfallen, so die Bilanz der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) rückblickend bis zum Jahr 2019. "Die Insolvenzquote liegt - abgesehen von den besonders niedrigen Insolvenzquoten in den Pandemiejahren - bei rund einem Prozent. Für 2026 beträgt sie nach aktuellem Datenstand 1,08 Prozent, nach 1,18 Prozent im Jahr 2025", rechnen die Ökonomen vor.

Der Unternehmensbestand ist demnach von rund 225.500 (2019) auf 283.000 (2025) gestiegen - ein Zuwachs von etwa 25 Prozent. Anfang 2026 lag dieser bereits bei rund 291.000 Unternehmen, so die OeNB mit Verweis auf ihr neues "Unternehmensdynamik-Dashboard". "Die Daten zeigen einen Anstieg der Insolvenzquote nach den Pandemiejahren. Insgesamt bewegt sich die Insolvenzquote aber weiterhin in einer Größenordnung von rund einem Prozent und liegt 2026 bislang unter dem Vorjahreswert", hieß es am Donnerstag seitens der Nationalbank.

Zu beachten sei, dass ein Insolvenzverfahren nicht notwendigerweise zu einem Marktaustritt führe. "Eine steigende Zahl von Insolvenzen ist nicht dasselbe wie eine steigende Insolvenzquote. In Österreich treten jedes Jahr rund fünfmal so viele Unternehmen neu in den Markt ein, wie insolvent werden - eine Wirtschaft lebt gerade auch von dieser laufenden Erneuerung", erklärte dazu OeNB-Chefökonom Wolf Reuter.