Softwarekonzern lässt sich KI-Ausbau einiges kosten © APA - Austria Presse Agentur

Der US-Softwarekonzern Oracle hat für 2026 die Aufnahme von 45 bis 50 Milliarden Dollar (37,75 bis 41,95 Mrd. Euro) aus Fremd- und Eigenkapital für den Ausbau seiner KI-Cloud-Infrastruktur angekündigt. Damit solle die vertraglich vereinbarte Nachfrage von Großkunden wie AMD, Meta, Nvidia, TikTok, xAI und OpenAI bedient werden, teilte das von Milliardär Larry Ellison geführte Unternehmen am Sonntag mit. Die Finanzierung sei über eine Mischung aus Anleihen und Aktien geplant.

Die Pläne stehen jedoch unter Beobachtung von Investoren, da die Schulden des Konzerns steigen und sein Erfolg zunehmend an den des nicht profitablen KI-Unternehmens OpenAI gekoppelt ist. Anfang des Monats wurde Oracle von Anleihegläubigern verklagt. Sie werfen dem Konzern vor, die Notwendigkeit zur Aufnahme erheblicher zusätzlicher Schulden für den Ausbau seiner KI-Infrastruktur verschwiegen zu haben. Die Kosten für die Versicherung von Oracle-Schulden gegen einen Ausfall waren im Dezember auf den höchsten Stand seit mindestens fünf Jahren gestiegen.