Palfinger-Aktionäre können sich die Hände reiben © APA - Austria Presse Agentur

Der börsennotierte Salzburger Kranhersteller Palfinger will nach dem Rekordjahr 2019 die Ausschüttung an die Aktionäre kräftig erhöhen. Sie sollen pro Aktie 71 Cent erhalten, nach 51 Cent davor. Das geht aus dem Geschäftsbericht von Dienstagabend hervor. Bei Umsatz, operativem Ergebnis (EBIT) und Nettogewinn markierte Palfinger neuen Höchstmarken und traf damit auch die Erwartungen der Analysten.

Der Nettogewinn (Konzernergebnis) legte um 38 Prozent von 58,0 Mio. auf 80,0 Mio. Euro zu, gab das Unternehmen mit zuletzt mehr als 11.100 Mitarbeitern bekannt. Das Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg im Jahresabstand um fast 14 Prozent von 196,7 Mio. auf 223,6 Mio. Euro und das operative Ergebnis (EBIT) um 17 Prozent von 127,0 auf 149,0 Mio. Euro.

Der Umsatz wuchs um 8,6 Prozent von 1,616 auf 1,754 Mrd. Euro, hieß es in einer Aussendung. Das EBIT-Margen-Ziel von 9 Prozent verfehlte das Unternehmen jedoch, es wurde nur ein Wert von 8,5 (nach 7,9) Prozent erreicht.

An seinen Zielen für das übernächste Jahr 2022 hält das Management fest: Der Umsatz soll dann 2,0 Mrd. Euro erreichen - die EBIT-Marge und die Profitabilitäts-Kennzahl ROCE (Return on Capital Employed) sollen über den Wirtschaftszyklus 10 Prozent betragen.

Für das heurige Jahr 2020 ist Palfinger zuversichtlich. Trotz der Unwägbarkeit der weltweiten Konjunkturentwicklung und dem schwierigen Marktumfeld in Europa gehe man von einem soliden Geschäftsjahr aus. Die Effizienzsteigerungen und Synergiegewinne würden sich auf allen Ebenen stärker auswirken. Die Präzisierung des Markenkerns werde die positiven Entwicklungen unterstützen, heißt es im Ausblick. Am Mittwoch findet das Bilanzpressegespräch in Wien statt.

Nach den Rekordzahlen reichte Palfinger noch eine Gewinnwarnung für das laufende Auftaktquartal 2020 nach. Im Zuge des Planungsprozesses habe sich "heute gezeigt, dass die Profitabilität im 1. Quartal 2020 voraussichtlich deutlich unter dem hervorragenden Niveau des 1. Quartals 2019 liegen wird", so das Unternehmen.

Gründe dafür seien ein geänderter Regional- und Produktmix, die im Zusammenhang mit der Wachstumsstrategie höheren Strukturkosten sowie aktuelle negative Markteinflüsse, wurde in einer Adhoc-Mitteilung erklärt. Die geringere Profitabilität im 1. Quartal werde sich entsprechend auf das Ergebnis des 1. Halbjahres 2020 auswirken.

Trotz des voraussichtlichen Ergebnisrückgangs im 1. Quartal erwarte das Management ein solides Geschäftsjahr 2020. Die Zielsetzung, bis zum Jahr 2022 den Umsatz auf 2 Mrd. Euro sowie EBIT-Marge und ROCE (Return on Capital Employed) auf jeweils 10 Prozent im Durchschnitt über den Wirtschaftszyklus zu erhöhen, bleibe aufrecht.