Die coronabedingten Verwerfungen auf den Kapitalmärkten haben auch bei den österreichischen Pensionskassen tiefe Spuren hinterlassen. Im ersten Quartal 2020 sank das von den acht heimischen Kassen verwaltete Vermögen gegenüber dem Vorquartal um 9,8 Prozent auf 21,9 Mrd. Euro, teilte die Finanzmarktaufsicht (FMA) am Donnerstag mit.

Die fünf überbetrieblichen Pensionskassen schnitten mit einer Veranlagungsperformance von minus 10,4 Prozent deutlich schlechter ab als die drei betrieblichen (minus 5,9 Prozent). Über alle Kassen hinweg betrug die von der Kontrollbank (OeKB) quartalsweise errechnete Performance im ersten Quartal 2020 minus 10 Prozent, so die FMA, die damit die Mitte April veröffentlichten Zahlen des Pensionskassen-Fachverbands bestätigte.

Auf Dreijahressicht lag die Performance bei minus 0,4 Prozent, über die vergangenen zehn Jahren blieb im Schnitt ein Plus von 2,9 Prozent.

Die Anlagestrategie der Pensionskassen ist laut FMA konservativ. Das Gros entfällt auf Schuldverschreibungen (44 Prozent) und Aktien (knapp 30 Prozent).

Derzeit werden rund 986.000 Österreicher im Pensionskassensystem, der sogenannten zweiten Säule, geführt. Von ihnen beziehen bereits mehr als 112.000 eine Betriebspension. Insgesamt hatten im Vorjahr etwa 22,7 Prozent aller unselbstständig Erwerbstätigen eine Anwartschaft auf eine Leistung aus dem Pensionskassensystem.

(APA)