Österreich im Februar gut gebucht © APA - Austria Presse Agentur
Trotz schwächelnder Wirtschaft befindet sich der heimische Wintertourismus auf Rekordkurs. Von November bis Februar stiegen die Nächtigungszahlen um 5,5 Prozent auf 54,25 Millionen - der höchste jemals gemessene Wert für diesen Zeitraum, wie die Statistik Austria am Donnerstag mitteilte. Während die Nächtigungen von Gästen aus dem Inland mit 11,42 Millionen stabil blieben, wuchsen die Nächtigungen von Gästen aus dem Ausland um 7,1 Prozent auf 42,83 Millionen.
Insbesondere die wichtigsten Herkunftsmärkte legten zu: Nächtigungen von Gästen aus Deutschland zogen um 6,6 Prozent auf 19,22 Millionen an und aus den Niederlanden um 8,8 Prozent auf 5,81 Millionen - zusammen machten sie laut Statistik Austria die Hälfte aller ausländischen Nächtigungen aus. Von insgesamt 15,15 Mio. Ankünften (plus 6,3 Prozent) entfielen 11,07 Mio. (plus 8,1 Prozent) auf Gäste aus dem Ausland und 4,08 Mio. (plus 1,6 Prozent) auf inländische Gäste.
Starker Februar
"Mit einem Anteil von mehr als einem Viertel an allen Nächtigungen im Winter ist der Februar traditionell der wichtigste Monat der touristischen Wintersaison", sagte Statistik-Generaldirektorin Manuela Lenk laut Aussendung. "Heuer haben die auf drei Termine gestaffelten Semesterferien in Österreich und die Winterferien in den Nachbarländern die Übernachtungen in heimischen Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen im Februar auf 18,09 Millionen steigen lassen." Das sind um 5,1 Prozent mehr als im Februar des Vorjahres.
Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) betonte in einer Aussendung, die aktuellen Zahlen seien ein wichtiges Signal für Beschäftigung und regionale Wertschöpfung. Gleichzeitig betonte sie, dass Wachstum in der Branche nicht als "Inflationstreiber" wahrgenommen werden solle, "sondern als Beitrag zu Stabilität, regionalem Einkommen und gesicherter Beschäftigung".
Hotellerie befürchtet schwachen März
Trotz der Rekordzahlen zeigt sich die heimische Hotellerie zurückhaltend und warnt vor einem "deutlich" schwierigeren März. "Österreichweit sehen wir eine spürbare Zurückhaltung bei den Buchungen - und das in einer Phase, in der wir eigentlich Planungssicherheit brauchen. Buchungen werden noch kurzfristiger getätigt - oder im Zweifel gar nicht vorgenommen", so Georg Imlauer, Obmann des Fachverbandes Hotellerie der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), laut Aussendung. Ein Großteil des Wachstums finde außerhalb der klassischen Hotellerie wie etwa bei gewerblichen Ferienwohnungen sowie Campingplätzen statt - die Entwicklung dürfe deshalb nicht als "Erfolg für die gesamte Branche interpretiert werden".