Statistik Austria vermeldet 1.741 Insolvenzen im ersten Quartal 2026 © APA - Austria Presse Agentur

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Österreich ist im ersten Quartal 2026 leicht gesunken. Laut vorläufigen Daten der Statistik Austria meldeten 1.741 Unternehmen Insolvenz an, das waren um rund 2 Prozent weniger als in den ersten drei Monaten des Vorjahres. Die Unternehmensregistrierungen sanken im gleichen Zeitraum um etwa 7 Prozent auf 18.021, wie die Statistik Austria am Freitag mitteilte.

"Trotz der anhaltend schwierigen Wirtschaftslage ist die Zahl der Firmenpleiten zu Jahresbeginn 2026 im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken", sagte Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk. "Die meisten Insolvenzen entfielen auf den Dienstleistungsbereich, den Bau und den Handel. Gleichzeitig sehen wir im Dienstleistungssektor und im Handel auch die meisten Registrierungen."

Dienstleistungsbereich, Bau und Handel mit meisten Pleiten

Konkret verbuchte der Bereich Finanzdienstleistungen/sonstige Dienstleistungen mit 481 Insolvenz-Fällen den höchsten Wert, gefolgt von der Bau-Branche mit 308 und dem Handel mit 280 Pleiten, wobei die Zahl der Insolvenzen auch stark von der Anzahl der in den einzelnen Wirtschaftsbereichen aktiven Unternehmen abhängig ist. Vergleichsweise wenige Insolvenzfälle gab es in den Bereichen Information und Kommunikation (52) und Sachgütererzeugung (86).

Bei den Unternehmensregistrierungen hatte im ersten Quartal ebenfalls der Bereich Finanzdienstleistungen/sonstige Dienstleistungen (5.655) die Nase vorn, gefolgt von den persönlichen Dienstleistungen (3.486) und dem Handel (3.326). Zu den Registrierungen weist die Statistik Austria darauf hin, dass eine solche lediglich als Absichtserklärung zu verstehen ist und nicht in jedem Fall bedeutet, dass auch eine wirtschaftliche Tätigkeit aufgenommen wird. Die Zahlen seien dennoch ein Frühindikator für die Wirtschaftsentwicklung.