AUA stellt Route Linz-Frankfurt ein © APA - Austria Presse Agentur

Die AUA wird die Flugverbindung zwischen Linz und Frankfurt im kommenden Herbst einstellen, weil sie unrentabel ist. Das teilten die Austrian Airlines am Freitagabend auf Anfrage der APA mit und bestätigten damit einen entsprechenden Bericht der "Oberösterreichischen Nachrichten". Der letzte Flug zwischen den beiden Städten wird am 25. Oktober 2025 stattfinden.

"Nach sorgfältiger und intensiver Überprüfung sehen wir uns gezwungen, die Strecke Linz-Frankfurt im kommenden Winterflugplan zu pausieren", heißt es in der schriftlichen Stellungnahme. Man sei mit dem Land Oberösterreich "in intensivem Austausch, um eine mittelfristige Anbindung an internationale Drehkreuze zu evaluieren". Das Aus für die Strecke sei wohl auch mit hohen Subventionen nicht zu verhindern, hatten die "OÖN" berichtet. Die Entscheidung sei Teil der laufenden Umstrukturierung der Lufthansa-Gruppe, zu der die AUA gehört. Betroffen sein könnten demnach nicht nur Linz, sondern auch weitere Regionalflughäfen sowie Verbindungen ab Wien.

Umbuchung oder Geld zurück

Die AUA will betroffene Fluggäste, die bereits Tickets gebucht haben, ab 3. September kontaktieren um entweder Umbuchungen durchzuführen oder ihnen das Geld zurückzuerstatten.

Die Strecke Linz-Frankfurt habe massive Verluste verursacht, begründet die AUA die "Pausierung" der Verbindung. "Auch der Ausblick für die kommenden Monate lässt leider keinen Raum für Zuversicht."

Achleitner fordert vom Flughafen Linz Alternativen

Oberösterreichs Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) forderte im Gespräch mit den "OÖN", dass das Management des Flughafens Linz rasch Alternativen zu großen Drehkreuzen wie Frankfurt präsentieren müsse. Oberösterreich brauche als internationaler Wirtschaftsstandort eine direkte Anbindung, sagte er. Zudem müsse sich auch die AUA selbst stärker gegenüber ihrer Mutter Lufthansa positionieren. Immerhin sei die Fluglinie in der Pandemie mit 600 Mio. Euro an öffentlichen Mitteln unterstützt worden.

Hanke: "Alarmglocken schrillen"

Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) erklärte am Freitagabend, die Pläne der Lufthansa-Gruppe zur Umstrukturierung seien "als unternehmerische Entscheidungen zur Kenntnis zu nehmen, lassen aber die Alarmglocken schrillen. Was nicht geschehen darf, ist, dass der österreichische Wirtschafts- und Tourismusstandort geschwächt wird, um den deutschen Luftfahrtstandort zu stärken." Das gelte insbesondere für die Anbindung der heimischen Regionalflughäfen. "Die Republik Österreich ist stets an der Seite der AUA gestanden und hat der Fluglinie während der Coronapandemie mit Hilfen in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro durch die Krise geholfen. Daher erwarte ich mir, dass diese Loyalität nun seitens der AUA zurückkommt."