Mahle stärkt Standort St. Michael ob Bleiburg.

NEW BUSINESS Bundeslandspecial - KÄRNTEN 2026
Roland Kaimbacher, Head of Simultaneous Engineering bei Mahle in St. Michael © Mahle

Ab 2029 wird im Mahle-Werk St. Michael ein Luftbefeuchter für Brennstoffzellenfahrzeuge produziert. Neue Anlagen, moderne Technik und Qualifizierungen sollen den Standort stärken.

Das Mahle-Werk St. Michael ob Bleiburg nimmt ein neues Produkt in die Serienfertigung auf. 2029 startet die Produktion eines Luftbefeuchters für Brennstoffzellenfahrzeuge. Luftbefeuchter sind eine Schlüsselkomponente in wasserstoffbasierten Brennstoffzellenantrieben. Sie optimieren die Luftregulierung und steigern dadurch Effizienz und Lebensdauer erheblich. Um das Werk auf das zusätzliche Produkt vorzubereiten, starten in den kommenden Monaten umfassende Qualifizierungsmaßnahmen für die Mitarbeitenden. Zudem werden neue, automatisierte Produktionslinien aufgebaut sowie Infra­struktur und Technik in den historischen Hallen auf den neuesten Stand gebracht.

„Das ist ein klares Bekenntnis von Mahle zur Stärkung des Standorts St. Michael und zum Hochlauf von Wasserstofftechnologien für die Mobilität der Zukunft. Mit einem starken Team, modernsten Fertigungsmethoden und strategischen Partnerschaften setzt unser Werk neue Maßstäbe für nachhaltige Mobilität“, sagte Roland Kaimbacher, Head of Simultaneous Engineering bei Mahle in St. Michael.

Know-how sichern 
Die Entscheidung für St. Michael als Produktionsstandort fiel aufgrund seines umfassenden Prozess-Know-hows, insbesondere in den Bereichen Schweiß-, Klebe-, Spritzguss- und Medientechnologie. „Unser Team hat bereits mehrfach seine Fähigkeit bewiesen, neue Technologien erfolgreich zu implementieren“, sagte Kaimbacher. „Daher setzen wir ganz bewusst auf die Weiterentwicklung unserer Mitarbeitenden, um ein hoch qualifiziertes Expertenteam für Wasserstofftechnologie aufzubauen und wertvolles Know-how für Mahle zu sichern.“

Auch das Herzstück des Luftbefeuchters – der sogenannte Stacker – wird direkt vor Ort gefertigt. Indem einzelne Teile schichtweise übereinandergelegt und miteinander verklebt werden, entsteht ein mehrlagiges Bauteil, das aufgrund seiner Struktur Luftfeuchtigkeit und Luftstrom in Brennstoffzellenfahrzeugen reguliert. Es folgen Zargenmontage, Dichtheitsprüfung sowie Vor- und Endmontage. Alle Spritzgussteile werden direkt am Standort produziert – erstmals unter Einsatz des Hochtemperaturspritzens, einer Technologie für Hochleistungskunststoffe, die besonders hitzebeständig, formstabil und chemisch resistent sind. (BS)