Einsparung von bis zu 150.000 Tonnen CO₂ pro Jahr.

NEW BUSINESS Bundeslandspecial - NIEDERÖSTERREICH 2026
Das Großprojekt in Bruck an der Leitha steht für Umsetzungskraft, Innovation und Klimaschutz. © Strabag/Siemens Energy

Die OMV erhält 123 Mio. Euro Förderung für das größte grüne Wasserstoffprojekt Österreichs. Die Mega-Wasserstoffanlage in Bruck an der Leitha rangiert unter den Top fünf Europas.

Die OMV und die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) haben einen Fördervertrag für die geplante Anlage zur Herstellung von grünem Wasserstoff in Bruck an der Leitha unterzeichnet, der eine Produktionsförderung von bis zu 123 Millionen Euro sicherstellt. Das Vorhaben wurde zuvor von der European Hydrogen Bank (EHB), der Europäischen Wasserstoffbank, positiv bewertet und für eine Förderung empfohlen. Die OMV selbst investiert einen mittleren dreistelligen Millionen Eurobetrag in Bruck an der Leitha.

OMV-CEO Alfred Stern betont: „Die positive Bewertung durch die Europäische Wasserstoffbank und die daraus resultierende Förderung der Republik Österreich für unsere Anlage für grünen Wasserstoff ist ein starkes Signal für die Zukunft der nachhaltigen Energieversorgung und für den Standort Österreich. Mit unserem Projekt setzen wir einen Meilenstein für die Energiewende in Europa und zeigen, wie OMV Innova­tion und Verantwortung vereint.“

Eine der größten Elektrolyseanlagen Europas
Die 140-MW-Anlage soll Ende 2027 in Betrieb gehen und dann zu den fünf größten in Europa zählen. Die OMV produziert damit künftig jährlich bis zu 23.000 Tonnen grünen Wasserstoff mit erneuerbarer Energie aus Wind- und Solarenergie sowie Wasserkraft, was einer Einsparung von bis zu 150.000 Tonnen CO₂ pro Jahr entspricht. 

„Durch eine lokale Erzeugung von grünem Wasserstoff leistet diese Anlage, die über eine 22 Kilometer lange Pipeline direkt mit der OMV-Raffinerie Schwechat verbunden ist, einen maßgeblichen Beitrag zu unserer Dekarbonisierung“, erklärt Martijn van Koten, OMV Executive Vice President, Fuels und Chemicals.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betont: „Diese Mega-Investition der OMV, die nun auch durch eine substanzielle Förderung des Bundes unterstützt wird, freut mich sehr. Sie stärkt den Industrie- und Energiestandort Niederösterreich nachhaltig. In Bruck an der Leitha entsteht damit eine der größten Elektrolyseanlagen Europas. Das neue Megaprojekt reiht sich unter die Top fünf der größten Wasserstoffanlagen Europas ein und zeigt eindrucksvoll, wie erneuerbare Energie, moderne Industrie und Klimaschutz erfolgreich zusammenspielen können. Es ist ein konkreter Beitrag zur Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit und ein sichtbares Beispiel für den eigenständigen niederösterreichischen Weg: Wir reden nicht über die Energiewende und die Modernisierung des Wirtschaftsstandorts – wir packen an und setzen um.“ (BO)