Andreas Steinböck, Head of Vendor Management Volume Distribution bei Ingram Micro Österreich © RNF
Andreas Steinböck von Ingram Micro im Interview über aktuelle Trends bei mobilen Arbeitsgeräten und die dafür notwendigen Security-Maßnahmen.
Flexibilität ist Trumpf. Was für den Arbeitsort gilt, neben dem Büro beispielsweise das Homeoffice, das Kaffeehaus oder auch öffentliche Verkehrsmittel, gilt genauso für das Arbeitsgerät. Demzufolge finden sich auf vielen Schreibtischen – und in vielen Rucksäcken – Laptops, Tablets & Co. Das vergrößert gleichzeitig die Angriffsfläche der Unternehmen, die mit einer steigenden Zahl von digitalen Angriffen konfrontiert sind. NEW BUSINESS hat bei Andreas Steinböck, Head of Vendor Management Volume Distribution beim ITK-Distributor Ingram Micro Österreich, nachgefragt, welche aktuellen Trends es in Bezug auf das mobile Arbeiten sowie mobile Hardware gibt, welche Plattformen den Markt dominieren und welche Security-Maßnahmen IT-Leiter nachts ruhig schlafen lassen.
Herr Steinböck, als ITK-Distributor versorgt Ingram Micro das Land unter anderem auch mit Werkzeugen und Services für das Arbeiten unterwegs. Lässt sich da aus den Verkäufen und dem Projektgeschäft ein Trend zu mehr oder weniger Mobile Work in Österreich ableiten?
Wir sehen sehr wohl eine hohe Nachfrage nach mobilen Endgeräten, Notebooks und mobilen Business-Lösungen. Aber daraus lässt sich nicht einfach ableiten, dass das mobile Arbeiten zwingend weiter zunimmt. Man sieht anhand der Verkäufe lediglich, dass Flexibilität weiterhin enorm gefragt ist. Ob es dabei wirklich um rein mobiles Arbeiten geht oder eher um vielseitige und modulare Arbeitsplätze, lässt sich anhand dieser Zahlen nicht eindeutig beantworten.
Ich verstehe. Modulare Arbeitsplätze sind ein gutes Stichwort. Fürs Großraumbüro ohne fixen Arbeitsplatz braucht man ein ebenso flexibles Arbeitsgerät wie für das Arbeiten im Kaffeehaus.
Interessant ist, dass Hersteller wegen der gestiegenen Produktpreise versuchen, diese Trends auch anders zu bedienen. Ein Hersteller hat zum Beispiel ein Konzept wiederbelebt, das es vor Jahren schon einmal gab: eine Tastatur, die wie ein ganz normales Keyboard aussieht, in der aber der komplette PC verbaut ist. Nur eben ohne integriertes Display. Die Idee ist, dass die Leute das Gerät einfach in den Rucksack stecken und sich irgendwo an einen Bildschirm andocken können – um Kosten zu sparen. Dieses Konzept ist aber nicht aufgegangen. Es gab zwar den einen oder anderen, der das angenommen hat, aber die meisten wollen einen wirklich modularen, flexiblen Arbeitsplatz – und dazu gehört nun einmal ein Display.
Das ist ein interessanter Formfaktor, aber ich kann mir vorstellen, dass man dafür viel Überzeugungsarbeit leisten muss. Der tatsächliche Vorteil ist wahrscheinlich eher überschaubar.
Es ist ja auch kein riesiger Preisunterschied. Wenn man die Ausstattungsdetails vergleicht, reden wir in dieser Klasse von vielleicht 200 Euro Preisdifferenz. Aber dort, wo kritische Entscheidungen anstehen, wo eine große Menge an Geräten bei begrenztem Budget gekauft werden muss, kann man sich damit behelfen. Man bietet den Mitarbeitern eine gute Alternative und ein aktuelles Modell, das auch allen sicheren IT-Standards entspricht. Aber die Flexibilität ist ohne Display natürlich bei Weitem geringer als bei einem Laptop.
Wenn wir von Preisen sprechen, muss ich an den Schock denken, den Apple mit seinem Macbook Neo bei den Laptop-Herstellern erzeugt hat. Damit haben sie am Markt für großen Aufruhr gesorgt.
Das haben wir am Point of Sale auch tatsächlich verfolgt und verglichen, wie sich die einzelnen Märkte entwickelt haben und welchen Impact die M-Prozessoren von Apple bis hin zu den Neo-Modellen ausgelöst haben. Man hat gesehen, dass Apple im Consumer-Umfeld massivste Zugewinne verbuchen konnte. Gerade im Entry-Segment haben sie den Einstiegspunkt perfekt getroffen, während andere Mitbewerber aufgrund der gestiegenen Preise nicht mehr so leicht mithalten konnten.
Wie sieht es denn im B2B-Bereich aus? Welche Kombination aus Hardware-Basis und Software ist da am beliebtesten?
Das ist eigentlich kein Plattform-Wettbewerb, sondern das Einsatzgebiet entscheidet. Man muss ganz ehrlich sagen: Die Kombination aus Intel und Windows ist im Unternehmensumfeld immer noch ganz klar die dominante Plattform. Das liegt an der Software-Kompatibilität, den Security-Tools und den langjährigen Standardisierungen. Gleiches gilt mittlerweile für AMD, die sich in diesem Bereich als sehr starke Alternative etabliert haben. Das sind die Klassiker im kommerziellen Umfeld.
Apple hat mit den M-Prozessoren allerdings nachgelegt. Sie bieten eine hohe Leistung und haben, ähnlich wie die neuen AI-Prozessoren mit NPUs (Neural Processing Units), eine sehr lange Akkulaufzeit sowie gute Hardware-Software-Lösungen. Trotzdem bleibt Apple im Business-Umfeld eher in seiner Nische. Im Kreativ-Bereich sind sie nach wie vor eine absolute Größe. Aber auch bei Führungskräften, die ein stylisches Gerät am Tisch stehen haben wollen, ist Apple weiterhin besonders begehrt.
Spannend war auch die Entwicklung bei den ARM-basierten Geräten. Das waren im Grunde die ersten wirklich leistbaren KI-PCs. Microsoft und seine Hardware-Partner haben durch ihre Zusammenarbeit am Anfang relativ schnell gepunktet. Man muss aber feststellen, dass diese Geräte in der breiten Masse noch nicht ganz angekommen sind. Aber Anwender, die Standard-Applikationen nutzen und ein schickes Gerät haben wollen, greifen trotzdem oft beispielsweise zu einem Surface. Das sind schöne Geräte mit langer Akkulaufzeit und starker Performance. Ich habe selbst so ein Gerät zu Hause im Einsatz. Man kann damit problemlos den ganzen Tag arbeiten und der Kostenfaktor ist deutlich günstiger als bei klassischen Intel- oder AMD-CPUs.
Es ist im Grunde also immer noch so: Der Mac steht in der Vorstandsetage und in der Grafikabteilung. Die Techies oder besonders Interessierte probieren Alternativen wie den Snapdragon aus, aber im Großen und Ganzen steht überall ein PC mit AMD- oder Intel-Prozessor und Windows.
Genau.
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Mit den Copilot-Plus-PCs hat Microsoft versucht, dem Markt einen Push in Richtung NPU-Chips und KI-fähiger Laptops zu geben. Werden solche Features nun tatsächlich gezielt nachgefragt, weil die Kunden KI-Laptops wollen, oder werden einfach die neuesten und modernsten Geräte eingekauft?
Man muss hier deutlich zwischen dem Marketing-Hype und der realen Nachfrage unterscheiden. In der Realität haben sich die KI-PCs mit NPU-Chips vor allem durch ihre massiv verlängerte Akkulaufzeit sehr schnell durchgesetzt. Wir haben nur eine überschaubare Anzahl an Kunden, die tatsächlich primär wegen KI-Features und einer bestimmten Teraflops-Leistung anfragen. Meistens wird im Zuge einer Beschaffungswelle auf die neuesten Geräte gesetzt. Damit kommen ohnehin fast nur noch KI-PC-Varianten zum Einsatz, egal ob Notebook oder Desktop.
Hinzu kommt der Nutzen im Alltag: Die meisten verwenden die Geräte für klassische Aufgaben wie Videotelefonie. Microsoft Teams hat beispielsweise immer relativ viel Rechenleistung gezogen, sobald die Kamera eingeschaltet war. Bei einem Gerät mit NPU plätschert die Rechenleistung der CPU nur noch sanft dahin, weil alles über die NPU abgewickelt wird – und der Akku wird extrem geschont. Beim regulären Hardware-Refresh ist die NPU bei diesen KI-PCs also sicher der Haupttreiber.
Dass Anwender die Geräte tatsächlich intensiv für lokale KI-Anwendungen nutzen, kommt zwar immer wieder vor, ist aber seltener. Manche Aufgaben werden lokal abgewickelt, was eine entsprechend hohe Rechenleistung auf dem Gerät erfordert. Andere Unternehmen lagern solche Berechnungen ohnehin zentral in ihre Rechenzentren aus.
Kommen wir zu einem anderen wesentlichen Punkt, der IT-Security. Im Café zu arbeiten ist etwas völlig anderes, als in einer gesicherten Unternehmensumgebung zu sitzen. Worauf müssen Unternehmen achten, wenn sie ihre Mitarbeiter mit mobilen Geräten von unterwegs arbeiten lassen?
Als Unternehmen musst du eine solide Basis schaffen. Man kann nicht erwarten, dass der Mitarbeiter die alleinige erste Frontlinie der Abwehr bildet. Die grundlegende Sicherheit muss im Hintergrund technisch gewährleistet sein. Gleichzeitig müssen die Mitarbeiter so geschult werden, dass sie Auffälligkeiten sofort melden und permanent für das Thema sensibilisiert bleiben.
Wir selbst schulen unsere Leute einmal im Quartal darin, wie man sicher arbeitet und worauf man achten muss. Es gibt auch immer wieder Tests, bei denen beispielsweise simulierte Phishing-Mails verschickt werden. Durch solche Maßnahmen sind die Leute gebrieft und aufmerksam. Wenn dann tatsächlich etwas passiert, wird das sofort gemeldet, wodurch man das Problem sehr schnell eingrenzen kann.
Beim mobilen Arbeiten wird heute sehr stark auf Sicherheit Wert gelegt. Viele Business-Geräte sind von Haus aus mit einem Mobilfunkmodul ausgestattet. So wird das Risiko, ein unsicheres, freies WLAN nutzen zu müssen, von vornherein minimiert. Ein weiterer wichtiger Punkt sind Blickschutzfilter. Hochwertigere Hardware hat diese Filter oft schon fest im Display integriert. Aber es wird auch in nachrüstbare Blickschutzfilter investiert. Das sogenannte Shoulder-Surfing – also dass Leute am Nebentisch einfach auf den Bildschirm schauen können – lässt sich damit effektiv verhindern.
Das regelmäßige Auffrischen der Awareness ist ein zentraler Punkt, richtig?
Definitiv. Und das machen nicht nur wir, sondern auch viele Unternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten. Zum einen gibt es Mitarbeiterfluktuation, zum anderen ändern sich die Bedrohungsszenarien ständig. Bei uns wird sehr stark mit realen Fällen gearbeitet. Das führt dazu, dass die Leute die Schulungen nicht einfach nur durchklicken, sondern sich die Inhalte wirklich ansehen, weil sie interessant und teils auch unterhaltsam aufbereitet sind. Man hat dann oft einen Aha-Effekt: "Daran hätte ich ja gar nicht gedacht!"
Sie haben bereits Blickschutzfilter erwähnt, um Shoulder-Surfing zu verhindern. Dann das integrierte mobile Netz, damit offene WLAN-Hotspots gar nicht erst genutzt werden. Wie sieht es mit Funktionen wie BIOS-Schutz oder Krypto-Chips aus?
Die großen Chiphersteller bieten heute integrierte TPM-Schutzfunktionen. Das umfasst Dinge wie Secure BIOS oder Firmware-Schutz. Man hat also bereits auf Hardware-Ebene sehr viele Möglichkeiten, die Geräte abzusichern. Etablierte Hersteller integrieren diese Funktionen nahtlos in ihre Verwaltungssoftware. Dazu kommen zusätzliche Maßnahmen wie Secure VPN, integrierte Fingerprint-Reader oder Gesichtserkennung via Windows Hello. Der Werkzeugkasten ist hier extrem groß.
Nicht vergessen darf man die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Am Anfang haben viele Nutzer darüber gemotzt, aber inzwischen hat man sich daran gewöhnt. Sie ist mittlerweile allgegenwärtig.
Gibt es abseits der genannten Punkte noch etwas, worauf man als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter besonders achten sollte, wenn man unterwegs arbeitet? Gibt es typische Fehler, die häufig passieren?
Aus der Praxis wissen wir, dass Geräte oft einfach ungesperrt stehen gelassen werden – nach dem Motto: "Ich bin ja nur kurz weg". Ein weiterer Klassiker ist das unbedarfte Einwählen in freie WLAN-Netze, komplett ohne VPN oder sonstige Sicherheitsmaßnahmen. Das sind die häufigsten Fehlerquellen, durch die man potenziellen Angreifern relativ schnell Tür und Tor öffnet. Unternehmen, die diese Themen professionell angehen, schaffen von Haus aus eine solide Basis. Dadurch überträgt man dem Mitarbeiter zwar Eigenverantwortung für seinen Teil, aber die allererste Verteidigungslinie liegt technisch beim Unternehmen. Das schafft letztlich auch ein ganz anderes Sicherheitsbewusstsein bei den Mitarbeitern.
Wie stark ist dieses Grundverständnis für IT-Sicherheit beim mobilen Arbeiten in der Praxis schon verankert?
Die Grundmaßnahmen fordern sehr viele Kunden bei ihren Projektanfragen bereits ganz klar als Basis an. Interessant ist es bei günstigeren Zusatzausstattungen, wie zum Beispiel den Blickschutzfiltern. Firmen, die in der Vergangenheit schon einmal Sicherheitsprobleme oder Vorfälle hatten, sind dafür extrem sensibilisiert und fragen solche Dinge proaktiv an. Bei Kunden, die noch keine Probleme hatten, bieten wir diese Features zwar immer wieder an, aber oft wird dann aus reinen Kostengründen darauf verzichtet, um den Gesamtpreis des Projekts zu senken. Sehr oft wird aber im Nachgang trotzdem nachgerüstet, weil eben doch das eine oder andere passiert. Dann wird plötzlich die komplette Flotte mit Blickschutzfiltern ausgestattet.
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Verstehe. Von welchen Preisen reden wir hier eigentlich? Was kostet so ein Blickschutzfilter?
Je nach Variante sprechen wir hier von rund 50 Euro. Das ist an sich nicht die Welt. Wenn man aber bedenkt, dass Einstiegs-Notebooks oft um die 500 bis 600 Euro kosten, macht so ein Filter schnell mal zehn Prozent des Kaufpreises aus – und das spürt man im Budget. In den letzten Monaten sind die Hardwarepreise generell massiv gestiegen. Dadurch fällt der Filter prozentual vielleicht gar nicht mehr so stark ins Gewicht.
Klar, wenn ein Unternehmen 500 Notebooks anschafft, sind 500 mal 50 Euro natürlich eine Summe. In welchem preislichen Rahmen bewegen wir uns aktuell bei Business-Geräten? Ist tatsächlich alles durch die Bank teurer geworden?
Das hängt stark von der jeweiligen Geräteklasse ab und korreliert auch mit den generellen Verfügbarkeiten. Es gab beispielsweise einen massiven Engpass bei Speicherbausteinen. Das hat sich bei den Entry- und Midrange-Geräten mit Preissteigerungen von mehreren hundert Euro ausgewirkt – wir sprechen hier von 30 bis 50 Prozent Aufschlag. Bei High-End-Notebooks und mobilen Workstations sind die Preise förmlich explodiert. Ein konkretes Beispiel: Ich habe im letzten November für ein großes Projekt mobile Workstations ausgerollt, da lag der Stückpreis bei etwas über 2.000 Euro. Als der Kunde vor Kurzem noch ein paar zusätzliche Geräte nachbestellen wollte, lagen wir preislich bei über 10.000 Euro pro Stück.
Wow. Wie viel Speicher war da verbaut, dass der Preis so explodiert ist?
Es waren 64 GB RAM, aber dazu kam noch eine extrem leistungsstarke Grafikkarte. Diese Komponenten haben gemeinsam für diesen enormen Preisanstieg gesorgt. Generell sieht man, dass der Durchschnittspreis am Markt ordentlich gestiegen ist.
Fassen Sie doch bitte noch einmal zusammen: Was ist Ihrer Meinung nach das perfekte Setup, mit dem man Mitarbeiter absolut sorglos auf die Reise schicken kann, während sich der IT-Leiter keine Sorgen um die Sicherheit machen muss?
Absolute Sicherheit gibt es bekanntlich nicht. Aber man sollte mehrere Sicherheitsebenen einziehen, damit das Konstrukt gut funktioniert. Die Basis bildet ein modernes, aktuelles und zentral verwaltetes Business-Notebook. Darin müssen Standard-Features wie TPM-Chips und verschlüsselte Festplatten aktiv sein. Dazu kommen die Mehrfaktor-Authentifizierung, ein professionelles Gerätemanagement und – ganz entscheidend – der gut geschulte Mitarbeiter.
Darauf aufbauend kann man definieren, was für die mobile Produktivität essenziell ist. Blickschutzfilter sind beim Arbeiten in der Öffentlichkeit Pflicht. Eine weitere Herausforderung ist der Bildschirmplatz. Da die Leute heutzutage nicht mehr nur im Homeoffice sitzen, sondern wirklich mobil arbeiten, müssen die Geräte kompakt bleiben. Entsprechend klein fallen die integrierten Displays aus. Die Nutzer sind aber mittlerweile an ein Setup mit mehreren großen Monitoren gewöhnt. Hier sehen wir einen massiven Trend hin zu kleinen, portablen Zusatz-Displays, die man einfach per Kabel an das Notebook ansteckt.
Ein weiteres wichtiges Thema ist das Headset. Hier gab es in der Corona-Krise eine steile Lernkurve. Zuerst wurde einfach gekauft, was gerade verfügbar war, aber dann sind die Leute sehr schnell auf hochwertige Hardware umgestiegen. Gute Headsets bieten heute aktive Rauschunterdrückung. Dadurch kann man selbst in lauter Umgebung hochkonzentriert mobil arbeiten, ohne abgelenkt zu werden. Ein hochwertiges Headset ist ein absoluter Kernbestandteil für effizientes Arbeiten.
Wie sieht Ihr persönliches Setup aus? Nutzen Sie all die Dinge, die Sie gerade angesprochen haben?
Ich lebe das moderne Arbeiten tatsächlich voll und ganz, auch mit meinem Team. Meine Mitarbeiter haben alle ein leistungsstarkes, portables Notebook mit integrierter NPU. Als Teil eines amerikanischen Konzerns setzen wir natürlich konsequent auf alle genannten Sicherheitsmaßnahmen wie TPM-Chips und die komplette Absicherung.
Für unterwegs habe ich immer einen kleinen mobilen Zusatzbildschirm hinten in meiner Notebooktasche. Den kann ich im Notfall sogar als Powerbank für das Notebook nutzen – auch wenn man mit einem NPU-Gerät mittlerweile ohnehin problemlos den ganzen Tag arbeiten kann, ohne an die Steckdose zu müssen.
Bei den Headsets setzen wir im Office und Homeoffice klassisch auf kabellose Modelle. So kann man bei einem langen Call auch mal aufstehen und im Raum herumgehen. Für die mobile Arbeit nutzen wir ebenfalls Headsets mit Rauschunterdrückung. Hier gehen die Vorlieben auseinander: Manche Kollegen bevorzugen kabelgebundene USB-C-Headsets, weil sie sich nicht um das Aufladen eines weiteren Akkus kümmern wollen. Andere setzen konsequent auf Bluetooth.
Ein weiteres Thema ist die Maus. Ich persönlich hasse es, längere Zeit mit dem eingebauten Trackpad zu arbeiten, deshalb habe ich immer eine externe Maus dabei. Einige Kollegen schwören auch auf mobile, separate Tastaturen. Ich nutze eine externe Tastatur nur im Homeoffice oder Büro, für die mobile Arbeit im Zug oder Flugzeug ist sie mir einfach zu sperrig. Eine Maus lässt sich überall nutzen, eine Tastatur braucht schlicht zu viel Platz.
Zuletzt das Thema Kamera: Natürlich haben alle Notebooks integrierte Kameras. Sowohl im Homeoffice als auch im Büro nutzen wir aber alle dedizierte, separate Kameras, weil die Bildqualität einfach um Welten besser ist als bei den in Notebooks integrierten Linsen. Manche Hersteller bieten zwar schon gute Monitore mit integrierten Kameras an, aber mit externen Lösungen ist man deutlich flexibler. Beim rein mobilen Arbeiten im Café oder Zug greifen dann aber natürlich trotzdem 99 Prozent der Leute auf die integrierte Notebook-Kamera zurück.
Richten wir zum Abschluss den Blick in die Zukunft: Was kommt auf uns zu? Wo geht der Trend bei mobiler Hardware für den Business-Einsatz in den nächsten Jahren hin? Geht es in Zukunft hauptsächlich um noch mehr Akkulaufzeit, um pure Performance oder um ganz andere Entwicklungen?
Ich denke, die künftigen Geräte werden sehr stark in den Bereich intelligente Unterstützung und Support gehen. Die Themen Akkulaufzeit und Performance bleiben natürlich die Basis. Neue Software-Produkte fordern stets mehr Leistung, die Prozessoren werden stärker und NPUs federn hier bereits extrem viel ab, sodass ein durchgehender Arbeitstag abseits der Steckdose heute kein Problem mehr ist.
Was wir künftig sehen werden, sind viel spezifischere Differenzierungsmerkmale für den jeweiligen User. Es geht vor allem um die nahtlose Zusammenarbeit in Teams. Der Trend geht massiv zu verstreuten, mobilen Teams, und jeder Nutzer hat ganz eigene Anforderungen und Bedürfnisse. Die Hardware wird individueller und passt sich diesen spezifischen Workflow-Szenarien an. Diese Differenzierungsmerkmale erleichtern die digitale Kollaboration enorm. Auf unserer Hausmesse TOP Loft Edition hat ein Hersteller letztes Jahr beispielsweise ein Notebook vorgestellt, bei dem man das klassische Display nach oben hin nochmals ausziehen konnte. Das schafft unterwegs enorm viel zusätzliche Arbeitsfläche.
Wir sind ja früher immer davon ausgegangen, dass das Smartphone der absolut zentrale Dreh- und Angelpunkt im Leben jedes Menschen wird, weil man theoretisch fast alles darauf erledigen kann – wenn nur das Display nicht so klein wäre. Heute merken wir, auch getrieben durch neue KI-Features, wie stark die Technologie vom Smartphone in den Tablet- und Notebookbereich hinüberschwappt. Es geht in Richtung eines leichten, universellen Geräts, das als tatsächlicher Arbeits-Hub für alles dient. (rnf)