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Peter Buchmüller, Peter Lehner und Rupert Quehenberger auf dem Gelände der ehemaligen Wehrle-Klinik. © Neumayr

Beratung, Verwaltung und Gesundheitszentrum an einem Ort im Salzburger Andräviertel.

Die SVS (Sozialversicherung der Selbständigen) entwickelt auf dem Gelände der ehemaligen Wehrle-Klinik im Salzburger Andräviertel einen neuen Standort mit Beratungs-, Verwaltungs- und Gesundheitszentrum für alle Selbständigen. "Es entsteht ein zeitgemäßes, funktionales und zentrales Gebäude. Unsere 100.000 Versicherten aus Salzburg erhalten eine Anlaufstelle für alle Anliegen zur sozialen Sicherheit", sagte SVS-Obmann Peter Lehner Dienstagvormittag bei einem Pressegespräch und ergänzte: "Wir erfüllen ein altes Traditionshaus mit neuem Leben."
 
An dem neuen Standort entstehen moderne Arbeitsplätze für die 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Salzburger Versicherten betreuen und für jene, die die bundesweiten Aufgaben übernehmen. In Salzburg wird die gesamte österreichweite Telefonie abgewickelt. "Den SVS-Versicherten wird vor Ort ein Servicecenter zur Verfügung stehen. Auch wenn wir in der SVS ein Digital-First-Mindset verfolgen und ein umfassendes Angebot mit SVS-Go-App, Chatbot und Website haben, braucht es gerade bei wichtigen und komplexen Fragen persönliche Beratung", erläuterte Lehner. Zudem wird für das neue Gebäude auf 1.400 m2 ein SVS-Gesundheitszentrum entwickelt. "Das Gesundheitszentrum ist ein Meilenstein für die Gesundheitsversorgung der Selbständigen in Salzburg. Das umfassende Angebot wird perfekt auf die Bedürfnisse der Unternehmer angepasst: mit Spitzenmedizin, einem umfangreichem Vorsorgeangebot und großzügigen Öffnungszeiten", betonte Wirtschaftskammer Präsident Peter Buchmüller und unterstrich: "Das neue Zentrum wird das Stadtviertel aufwerten. Wenn die Wirtschaftskammer Salzburg, das Wifi, die SVS-Landesstelle und das Gesundheitszentrum hier untergebracht sind, entsteht ein regelrechter Campus für Unternehmer." Landwirtschaftskammerpräsident Rupert Quehenberger betonte: "Die Tätigkeiten in der Salzburger Land- und Forstwirtschaft sind vielfältig, ebenso vielfältig sind die Krankheitsgefahren. Das Gesundheitszentrum wird diesen Anforderungen Rechnung tragen. Dazu werden die Bäuerinnen und Bauern von der geographischen Nähe und den kurzen Wartezeiten profitieren."
 
One-Stop-Shop mit Schwerpunkt Vorsorge
Das SVS-Gesundheitszentrum (GZ) wird bereits seit 2019 in Wien erfolgreich betrieben. 2025 erfolgten 110.000 Behandlungen. Aktuell werden in Linz und Graz zwei neue Standorte fertiggestellt. "Das GZ ist ein One-Stop-Shop mit Facharztzentrum, Diagnosezentrum, Therapiezentrum und Beratungszentrum mit telemedizinischer Begleitung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Vorsorge. Die großzügigen Öffnungszeiten ermöglichen flexible Termine auch an Tagesrandzeiten. Das ist gerade für die Selbständigen entscheidend", sagte Lehner. Das Leistungsspektrum umfasst innere Medizin, Dermatologie, Gynäkologie, HNO, Neurologie, Orthopädie, Urologie bis zur Zahnheilkunde. Zum Angebot zählen Erwerbsunfähigkeits-Untersuchungen, Knochendichtemessung, Ultraschall, EKG, Lungenfunktionstest, Nervenleitgeschwindigkeitsmessung, Blutbefunde, Gastroskopie und Koloskopie, Ergotherapie, Physiotherapie, Schmerztherapie und Wundmanagement. 
 
Architektonisch verbunden: Altbestand und Neubau
Nach der Finalisierung des Kaufprozesses erfolgen die Ausschreibungsprozesse und die Planungsphase. Es ist eine 5-geschoßige Bebauung geplant, das Gesundheitszentrum wird im Erdgeschoß und im 1. Stock angesiedelt sein. "Ein Teil des Altbestandes wird generalsaniert und mit einem Neubau architektonisch verbunden", sagte der SVS-Obmann und führte weiter aus: "Wir arbeiten sehr eng mit der Altstadtkommission zusammen und werden für das Projekt einen Architekturwettbewerb ausschreiben." Der Start der Bauphase ist für 2028/29 geplant und die Eröffnung für 2030/31. Die SVS investiert einen zweistelligen Millionenbetrag in den Standort in Salzburg. (red.)