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Mit einem vollständig F-Gase-konformen, breit aufgestellten Blue-e+-Portfolio bietet Rittal eine nachhaltige und energieeffiziente Kühlung, die weit über eine Übergangslösung hinausgeht. © Rittal GmbH

F-Gase-Verordnung verschärft: Rittal zeigt den sicheren Weg und schafft Klarheit für Unternehmen.

Die EU verschärft mit der neuen F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573, die seit 11. März 2024 in Kraft ist, ihre Vorgaben für fluorierte Kältemittel erneut – mit dem Ziel, den CO2-Fußabdruck in der Industrie deutlich zu reduzieren. Ab 1. Jänner 2025 wurden schrittweise strengere Anforderungen und Verbote eingeführt. Die Mengen an teilfluorierten Kohlenwasserstoffen (HFKW) sollen bis 2030 auf 5,2 % des Standes von 2015 sinken und bis 2050 vollständig auslaufen.

Kernpunkte der neuen Regulierung
• Phase-down von HFKW: Die zulässige Menge an verfügbaren Kältemitteln wird kontinuierlich reduziert – bis zum vollständigen Ausstieg.

• Strengere GWP-Grenzwerte: Neue ­Geräte bis 12 kW dürfen künftig nur noch mit Kältemitteln mit einem Global-Warming-Potenzial (GWP) < 150 betrieben werden. Bei Geräten über 12 kW gilt ein GWP < 750. Ab 2032 ist eine deutliche Reduktion angedacht.

• Erweiterte Anforderungen: Dazu zählen strengere Vorgaben für Dichtheitsprüfungen, Zertifizierung, Entsorgung und Kennzeichnung. Die neue Verschärfung ab 2027 sorgt derzeit für spürbare Verunsicherung im Markt – insbesondere bei Anwendern aus Steuerungs-, Schaltanlagen- und Maschinenbau. Klar ist: Wer global wettbewerbsfähig bleiben will, muss frühzeitig handeln.

Sicher planen trotz neuer F-Gase-­Anforderungen
Rittal hat diese Entwicklung früh erkannt. Bereits 2024 wurde das gesamte Klima-Portfolio auf das Kältemittel R-513A umgestellt. Gleichzeitig wurde das Sortiment weiterentwickelt, um die kommenden GWP-Grenzwerte bereits heute zu erfüllen. Damit erhalten Anwender die Sicherheit, dass ihre Investitionen langfristig geschützt und ihre Anlagen zukunftssicher ausgelegt sind.

Ab 1. Januar 2027 greifen die deutlich strengeren GWP-Grenzwerte für neu in Verkehr gebrachte Klimageräte und Chiller. Viele Unternehmen stehen daher vor der Herausforderung, zukünftige Projekte frühzeitig gesetzeskonform und möglichst risiko­los zu planen. Roland Weiß, Vertriebsspezialist Klimatisierung bei Rittal: „Wir von Rittal machen diesen Schritt einfach: Als einziger Anbieter am Markt bieten wir ein umfassendes, F-Gase-konformes Portfolio an Kühl- und Klimageräten – und damit klare Orientierung.“

Dafür erweitert Rittal sein Portfolio um Blue- e+- und Blue-e+-S-Kühlgeräte sowie Blue-e+-Chiller mit dem Kältemittel R-1234yf. Mit einem GWP ≤ 1 senkt es das Treibhauspotenzial gegenüber R-513A um rund 99 %.

Wichtig für Betreiber: Bestandsanlagen dürfen weiterhin mit Kältemitteln wie R-134a, R-410A oder R-513A betrieben und gewartet werden.

 „Als einziger Anbieter am Markt bieten wir ein umfassendes, F-Gase-konformes Portfolio
an Kühl- und Klimageräten – und damit klare Orientierung.“
Roland Weiß, Vertriebsspezialist Klimatisierung bei Rittal © Rittal GmbH

Sicherheit und Normenkonformität von R-1234yf
R-1234yf gilt als klimafreundlich, sicher und technisch gut beherrschbar. Das Kältemittel ist weltweit in modernen Fahrzeugklimaanlagen etabliert – bis Ende 2022 waren global rund 200 Mio. Fahrzeuge mit R-1234yf im Einsatz. Zudem wird es seit Jahren in Japan zur Schaltschrankkühlung eingesetzt.

R‑1234yf ist gemäß ASHRAE 34/ISO 817 als A2L-Kältemittel klassifiziert und stellt damit eine deutlich weniger entzündliche Alternative zum häufig propagierten, hochentzündlichen R‑290 (Propan) dar. Die Einstufung A2L bedeutet für R‑1234yf eine niedrige Toxizität und schwere Entflammbarkeit. Dies wurde durch ein externes Prüflabor – die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) – bestätigt. Zusätzlich wurde das Risiko eines montierten Klimageräts am Schaltschrank in einer konservativen Risikoanalyse von Rittal bewertet und als „Low Risk“ eingestuft: Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines kritischen Ereignisses liegt dabei bei rund 1 zu 1.000.000. 

Warum sich der Umstieg auf R-1234yf jetzt lohnt
• Rechtskonform für die Zukunft: Mit einem GWP-Wert weit unter der Höchstgrenze von 150 erfüllt R-1234yf bereits heute die Anforderungen, die ab 2027 verbindlich werden. Unternehmen, die frühzeitig umsteigen, sichern damit nicht nur ihre Anlagen langfristig ab, sondern vermeiden auch die Notwendigkeit von Ausnahmegenehmigungen oder zusätzlichen Auflagen. 

• Einfache Integration in bestehende Systeme: Blue-e+-Geräte mit R-1234yf sind auf einen unkomplizierten 1:1-Gerätetausch ausgelegt: Sie besitzen exakt die gleichen Maße, Ausbrüche und Anschlusspositionen wie die Geräte der bestehenden Blue-e+-Baureihe. Dadurch lässt sich ein Gerätetausch ohne aufwendige Umbauten oder zusätzliche Anpassungen im laufenden Betrieb realisieren. 

• Planungssicherheit ohne Mehrkosten: Die Umstellung des Rittal-Blue-e+-Portfolios auf R-1234yf erfolgt vollständig preisneutral. Das schafft klare finanzielle Planungssicherheit und erleichtert es, Projekte frühzeitig auf die gesetzlichen Anforderungen auszurichten.

• Wartung und Instandhaltung: Blue-e+-Kühlgeräte und Blue-e+-Chiller werden wartungsfrei betrieben und sind von verpflichtenden Nachkontrollen befreit. Maßgeblich ist hier die Norm EN 378 für hermetisch geschlossene Systeme mit geeigneten Kältemitteln, sofern bestimmte Grenzwerte nicht überschritten werden.

Mit Blue e+ heute schon auf der ­sicheren Seite
Rittal erfüllt mit Blue e+ bereits jetzt sämtliche Vorgaben der neuen F-Gase-Verordnung – und minimiert das Risiko künftig steigender Kosten. Denn Kältemittel mit höherem GWP wie R-513A werden durch verschärfte Quoten zunehmend knapp und teuer. 

Die Blue-e+-Geräte sind weltweit einsetzbar: UL- und IEC-Zertifizierungen, sehr geringe A2L-Füllmengen und eine sicherheitstechnisch optimierte Konstruktion sorgen dafür, dass keine zusätzlichen Schutzmaßnahmen erforderlich sind. 

Mit einem vollständig F-Gase-konformen, breit aufgestellten Blue-e+-Portfolio bietet Rittal eine nachhaltige und energieeffiziente Kühlung, die weit über eine Übergangslösung hinausgeht. Für Sonderanwendungen mit entsprechend dokumentiertem höherem Risiko stehen weiterhin Geräte mit R-513A (GWP 631) zur Verfügung.

Die neuen Blue-e+-S-Kühlgeräte (300–920 W) mit R-1234yf sind bereits ab Lager verfügbar. Die restlichen Leistungsklassen und Blue-e+-Chiller folgen in Q2/2026. 

Rittal-Kunden bleiben so künftig und langfristig wettbewerbsfähig – und das rechtskonform und ohne Versorgungsrisiken. Zusätzlich profitieren sie von attraktiven Preisvorteilen bei Rittal-Klimatisierungslösungen und sparen dabei bis zu neun Prozent. Für individuelle Fragen steht das Rittal-Team jederzeit gerne zur Verfügung.

Nutzen Sie auch die professionelle Beratung am 20. und 21. Mai auf der all about automation in Wels, Stand 109.

Mehr zur Kühlmittelumstellung und die Aufzeichnung des Rittal Webcasts zum Thema finden Sie hier: www.rittal.at/f-gase