Trump Mobile soll nun ausgeliefert werden © APA - Austria Presse Agentur

Das nach US-Präsident Donald Trump benannte Unternehmen Trump Mobile hat mit der Auslieferung seines lange verzögerten Smartphones T1 begonnen. Das teilte die Firma am Mittwoch mit. Die ersten vorbestellten Geräte würden in dieser Woche an die Kunden versandt, hieß es. Ursprünglich sollte das 499 Dollar teure, goldfarbene Telefon bereits im August 2025 erscheinen. Aufwändige Entwicklungs- und Testphasen, um die Qualität der Bauteile sicherzustellen, verzögerten dies jedoch.

Diese Gründe für die mehrfachen Verschiebungen nannte der Chef von Trump Mobile, Pat O'Brien, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Das Smartphone mit dem Betriebssystem Android verfügt über ein 6,78-Zoll-Display, einen Prozessor von Qualcomm und ein Kamerasystem mit drei Linsen.

Die Markteinführung wird von zwei Kontroversen begleitet. Zum einen gibt es ethische Bedenken wegen der Nutzung des Namens des amtierenden Präsidenten. Kritiker und Politiker der Demokraten sehen darin einen möglichen Interessenskonflikt. Ein Sprecher des Weißen Hauses wies dies zurück und erklärte, das Vermögen des Präsidenten befinde sich in einem von seinen Kindern verwalteten Trust. Zum anderen hatten Branchenanalysten die ursprüngliche Ankündigung bezweifelt, das Telefon werde in den USA entwickelt und gebaut. O'Brien erklärte nun, die ersten Geräte würden "in den USA montiert". Das Unternehmen strebe jedoch an, künftig ein Telefon mit überwiegend im Inland hergestellten Komponenten anzubieten.

Trump Mobile ist als sogenannter virtueller Netzbetreiber (MVNO) auf dem US-Markt tätig. Das bedeutet, das Unternehmen besitzt kein eigenes Mobilfunknetz, sondern nutzt die Infrastruktur etablierter Anbieter. Der monatliche Tarif kostet 47,45 Dollar - eine Anspielung darauf, dass Donald Trump der 45. und 47. Präsident der USA ist. Wie viele Telefone vorbestellt oder ausgeliefert wurden, teilte das Unternehmen aus Wettbewerbsgründen nicht mit.