Der österreichische Hörakustiker Neuroth hat im Wirtschaftsjahr 2024/25 seinen Wachstumskurs fortgesetzt. Der gruppenweite Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr (177 Mio. Euro) um 19 Prozent auf 212 Mio. Euro. Getrieben wurde das Plus von Neueröffnungen in Südosteuropa, der Erstkonsolidierung der 2024 übernommenen Schweizer Tochter Misenso sowie positiven Währungseffekten. Insgesamt versorgte die Gruppe um 6 Prozent mehr Menschen mit Hörgeräten.
Mit 142 Standorten und einem Anteil von 58 Prozent am Gesamtumsatz bleibt Österreich der größte und wichtigste Markt für das in Graz ansässige Unternehmen. Das stärkste Wachstum verzeichnete Neuroth jedoch in Südosteuropa. In Slowenien, Kroatien, Serbien und Bosnien-Herzegowina wuchs der Umsatz um knapp 20 Prozent. Die Zahl der Standorte in dieser Region stieg auf 58 an. Aktuell beschäftigt die gesamte Unternehmensgruppe rund 1.550 Mitarbeiter an über 300 Standorten in acht Ländern.
Zweiter Produktionsstandort in Belgrad
Um die Expansion in den Nicht-EU-Märkten operativ zu stützen, finalisiert Neuroth derzeit den Aufbau eines zweiten Produktionsstandortes in Belgrad. Von dort aus sollen künftig Serbien und Bosnien-Herzegowina direkt beliefert werden, wie CEO Lukas Schinko mitteilte. Für das laufende Jahr 2026 plant das Unternehmen zudem Investitionen in neue audiologische Ausstattungen, um in allen Ländern einheitliche Qualitätsstandards einzuführen.
Neben dem Hörgerätegeschäft, in dem verstärkt Akku-Modelle und Künstliche Intelligenz nachgefragt werden, baut Neuroth das Geschäftsfeld Gehörschutz weiter aus. Im Privatkundenbereich stieg der Umsatz hier zuletzt um acht Prozent. Als nächsten strategischen Schritt will das Unternehmen in diesem Segment künftig auch Industriekunden im B2B-Bereich in der Schweiz und in Südosteuropa stärker adressieren.
(APA)