Der Sportoptiken-Hersteller Swarovski Optik baut 40 Stellen ab © APA - Austria Presse Agentur

Das Swarovski-Schwesterunternehmen Swarovski Optik mit Sitz in Absam (Bezirk Innsbruck-Land) - Hersteller von Ferngläsern, Teleskopen und Zielfernrohren - hat einen Stellenabbau angekündigt. 40 Mitarbeiter wurden beim AMS zur Kündigung angemeldet, bestätigte man der APA am Montag Medienberichte. Als Grund wurden gestiegene Kosten - insbesondere durch die US-Zölle - genannt. Der US-Markt sei wesentlich für das Unternehmen: 45 Prozent des Umsatzes werden dort erwirtschaftet.

Darüber hinaus wurden ein massiver Kostendruck, technologische Umbrüche, eine alternde Kundenstruktur sowie ein zunehmender Wettbewerb durch digitale Anbieter ins Treffen geführt. "Der bevorstehende Prozess und die damit verbundene Maßnahme, Mitarbeiter abbauen zu müssen, ist leider unausweichlich, um unsere wirtschaftliche Basis und damit auch die Zukunft des Unternehmens langfristig abzusichern", meinte CEO Johannes Oberdanner. Dadurch soll eine "nachhaltige, wirtschaftlich stabile Zukunft" gewährleistet werden. Das Unternehmen wolle sich weiter als "führender Anbieter im Premium-Segment der Sportoptik" behaupten.

Stellenabbau trotz Umsatzplus im Jahr 2025

Laut Unternehmensangaben wurde der Umsatz im Jahr 2025 auf mehr als 200 Mio. Euro erhöht. Trotzdem müsse nun die Organisationsstruktur angepasst und weltweit 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abgebaut werden. Die Betroffenen sollen nun "in dieser Phase bestmöglich" unterstützt werden.

Insgesamt beschäftigt Swarovski Optik 1.100 Menschen, 90 Prozent davon arbeiten in Absam. Zum Standort gaben die Verantwortlichen jedenfalls ein Bekenntnis ab. Immerhin wurden zuletzt rund zehn Mio. Euro in ein neues Logistikzentrum investiert. Absam bleibe "das Herz von Swarovski Optik", wurde versichert.