Sprit treibt die Inflation © APA - Austria Presse Agentur
Steigende Treibstoff- und Heizölpreise heizen die Teuerung in Österreich an. Im September stieg die Inflationsrate auf 3,6 Prozent, nach 3,2 Prozent im August. Die Schnellschätzung der Statistik Austria wurde damit am Freitag bestätigt. Ohne Treibstoffe und Heizöl wäre die Inflation nur bei 2,4 Prozent gelegen, schrieben die Statistiker in einer Aussendung. Bedeutendster Preistreiber bleibe aber nach wie vor der Dienstleistungsbereich.
Die Preise im Verkehrssektor stiegen im September durchschnittlich um 10 Prozent und damit stärker als im August (+7,8 Prozent). Der wesentlichste Schub kam hier von Treibstoffen, die um mehr als ein Drittel höher als im Vorjahresmonat (+34,8 Prozent) lagen. Ins Gewicht fiel auch der Preisanstieg in der Gastronomie, der sich mit 4,4 Prozent gegenüber dem Vormonat August aber etwas abschwächte (+4,7 Prozent). In der Hotellerie verteuerten sich die Dienstleistungen um 3,7 Prozent, was dem August-Wert entspricht. Lebensmittel wurden im Jahresvergleich mit plus 0,4 Prozent nur geringfügig teurer.
Haushaltsenergiepreise steigen
Die Preise für Haushaltsenergie erhöhten sich um 4,4 Prozent, wobei sich Heizöl massiv verteuerte (plus 63,1 Prozent). Auch Gas verteuerte sich stärker als im August (+11,8 Prozent), ebenso die Fernwärme (+5,1 Prozent). Strom hingegen verbilligte sich (minus 9,1 Prozent), wobei insbesondere die ab Jänner 2026 wirksamen Reduzierungen der Elektrizitätsabgabe sowie des Erneuerbaren-Förderbeitrags weiterhin preisdämpfend gewirkt hätten, schreibt die Statistik Austria. Für zusätzliche preisdämpfende Effekte sorgten den Angaben zufolge die Einführung des Sozialtarifs für von der ORF-Gebühr befreite Haushalte sowie die Einführung des Sommer-Netztarifs.
Preisniveau des täglichen Einkaufs etwas geringer
Blickt man auf das Preisniveau des sogenannten "Mikrowarenkorbs", der tägliche Einkäufe wie Nahrungsmittel abbildet, zeigt sich ein leichter Rückgang. Im September lag dieser im Jahresvergleich um 0,2 Prozent niedriger. Beim wöchentlichen Einkauf ("Miniwarenkorb"), der auch die Treibstoffe beinhaltet, gab es hingegen einen Zuwachs von 6 Prozent.