AK fordert Maßnahmen gegen "exorbitante" Lebensmittelteuerung © APA - Austria Presse Agentur
Im Nachklang zu den neuesten Inflationsdaten für März, die eine Teuerung von 2,9 Prozent zum Vorjahresmonat zeigten, hat die Arbeiterkammer wieder Preise der günstigsten Lebensmittel verglichen. Je nach Produkt gibt es hier binnen Jahresfrist demnach eine Teuerung um bis zu 72 Prozent, durchschnittlich sind es 10 Prozent. Schon seit 2021 seien viele Billigstpreise "exorbitant angestiegen". So wurde Orangensaft um 142 Prozent teurer, Bohnenkaffee um 126 Prozent.
Verglichen hat die AK in ihrem Preismonitor die 40 billigsten Lebens- und Reinigungsmittel des wöchentlichen Bedarfs in sieben Wiener Supermärkten (Billa, Billa Plus, Spar, Interspar) und bei Diskontern (Hofer, Lidl, Penny) in jeweils drei Wiener Filialen im März 2025. "Die Konsumentinnen und Konsumenten müssen so tief wie noch nie ins Geldbörsel greifen", hieß es in einer Aussendung am Mittwoch. "Ein Einkaufskorb mit 40 billigsten Lebens- und Reinigungsmitteln kostete im März 2025 bereits fast 81 Euro – im März 2024 waren es noch 73,27 Euro. Das ist ein Plus von 10,1 Prozent."
AK: Viele Menschen leiden unter Teuerung
"Billigste Lebensmittel sind teurer denn je. Besonders Menschen mit geringem Einkommen, Familien und auch junge sowie ältere Menschen leiden darunter", so AK-Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic. "Es ist höchste Zeit, dass die Bundesregierung ihr Bekenntnis zur Inflationsbekämpfung und für leistbare und faire Lebensmittelpreise angeht", sagte sie in Richtung schwarz-rot-pinker Bundesregierung.