„Die Smart Automation Austria hat als größte Fachmesse in diesem Bereich eine sehr große Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Österreich – hier treffen sich die wichtigsten Player, um über wirtschaftliche Themen und technologische Innovationen zu diskutieren“, versichert Christoph Schrammel von der Messezentrum Salzburg GmbH. © RB Media | MZS
Auf der Smart Automation Austria 2025 dreht sich alles um die Zukunft der Industrie.
Neben fundierten Fachvorträgen und praxisnahen Diskussionsrunden steht bei den Ausstellern die konkrete Anwendung von KI im Fokus.
Wenn die Smart Automation Austria 2025 von 20. bis 22. Mai ihre Tore im Design Center Linz öffnet, rückt ein Thema besonders in den Fokus: die industrielle Nutzung künstlicher Intelligenz (KI). „Neben den Innovationen und Trends der Branche wird mit Sicherheit KI in der Industrie ein großes Thema sein“, betont Christoph Schrammel von der Messezentrum Salzburg GmbH als Veranstalter im Vorfeld. Und das nicht ohne Grund – zahlreiche Aussteller zeigen, wie KI-Anwendungen heute schon konkrete Mehrwerte schaffen, Prozesse optimieren und ganz neue Wege der industriellen Wertschöpfung ermöglichen.
Unternehmen wie Eplan, Lenze, Beckhoff, Wago oder Weidmüller zeigen, wie durch die intelligente Verknüpfung von Software, Automatisierungstechnik und Domänenwissen nicht nur Prozesse effizienter werden, sondern auch neue Marktchancen entstehen. Klar ist: KI ist längst kein Zukunftsthema mehr, sondern elementarer Bestandteil einer datengesteuerten industriellen Transformation.
Österreichs Branchentreff mit Signalwirkung
Mit rund 170 Ausstellern, darunter auch wieder B&R, wird das Design Center Linz wieder zur Gänze bespielt. Erwartet werden etwa 7.000 Fachbesucher:innen aus der metallverarbeitenden Industrie, dem produzierenden Gewerbe, der Elektronik- und Automobilindustrie, der Pharma- und Logistikbranche – ein Beleg für die große Relevanz der Messe.
„Die Smart Automation Austria hat als größte Fachmesse in diesem Bereich eine sehr große Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Österreich – hier treffen sich die wichtigsten Player, um über wirtschaftliche Themen und technologische Innovationen zu diskutieren“, versichert Schrammel. Neu in diesem Jahr ist das überarbeitete Rahmenprogramm im Kongresssaal: Tagesbezogene Themenschwerpunkte und Diskussionsrunden sollen aktuelle Branchentrends vertiefen – darunter auch die Schwerpunkte „Digitalisierung mit Security“ und „Künstliche Intelligenz“.
Praxisnahe Lösungen
Die Vielfalt an Innovationen auf der Messe reicht natürlich weit über den Bereich der künstlichen Intelligenz hinaus – auch wenn diese bei vielen Ausstellern eine wichtige Rolle spielt. So zeigen Eplan und Rittal im Verbund eine durchgängige Werkstattstraße, die Besucher:innen einen erlebbaren Workflow vom Engineering bis zur Fertigung präsentiert.
Neben Klassikern wie Eplan Electric P8 oder Smart Wiring feiert auch das neue Eplan Cable proD Premiere. Rittal ergänzt mit RiLineX, einer Neuheit aus dem Bereich der Stromverteilung, und Lösungen für die Digitalisierung des Schaltschrankbaus, für smarte Energienetze und die Integration erneuerbarer Energien.
Auch Lenze setzt auf Systemlösungen – allen voran auf das neue Motor Drive System IE5/IE7, das energieeffizient, sensorlos und besonders geräuscharm arbeitet. Gleichzeitig betont das Unternehmen die Rolle von KI in der Antriebstechnik – etwa bei der zustandsbasierten Wartung durch Analyse bestehender Systemdaten, ganz ohne zusätzliche Sensorik.
ABB wiederum präsentiert ein breites Portfolio aus den Bereichen Elektrifizierung und Automatisierung. Highlights sind neben klassischen Messtechnikprodukten auch moderne Frequenzumrichter, ein VR-RobotStudio zur Simulation komplexer Abläufe sowie Lösungen für Gebäudemanagement und Energiemonitoring.
Bei Beckhoff geht es um die ganze Bandbreite seiner PC-basierten Steuerungstechnik – inklusive neuer Industrie-PCs, I/O-Systeme, Bildverarbeitung und dezentraler Antriebstechnik. Im Zentrum stehen die nächste SPS-Generation TwinCAT PLC++, das schaltschranklose MX-System sowie die kosteneffizienten Antriebsserien AX1000 und AF1000. Auch Beckhoff setzt auf KI: Mit dem TwinCAT Machine Learning Creator lassen sich Modelle einfach erstellen – auch ohne KI-Vorkenntnisse.
Wago komplettiert auf der Smart 2025 seine neue Netzgerätserie Base, bringt mit dem Controller PFC300 ein leistungsfähiges Steuergerät für komplexe Anwendungen mit und zeigt mit dem I/O System Field (IP67) eine Lösung für schaltschranklose Automatisierung. Kommunikationsstandards wie PROFINET, OPC UA oder MQTT sind bereits integriert. Darüber hinaus kommt das unternehmenseigene KI-Tool Wally zum Einsatz, das interne Prozesse effizienter gestaltet.
Auch Weidmüller punktet mit einem klaren Fokus: Das Unternehmen präsentiert sein vollständiges Klemmenportfolio mit Snap-in-Technologie für Querschnitte bis 16 mm². Dazu kommt ein modulares Steuerungssystem mit dem offenen Betriebssystem u-OS, das sich durch hohe Flexibilität und Kompatibilität mit Industriestandards auszeichnet – ideal für den Einsatz in sicherheitskritischen Anwendungen im Kontext von NIS2 oder dem Cyber Resilience Act. Im KI-Bereich konzentriert sich Weidmüller auf Edge Machine Learning und automatisierte Qualitätsüberwachung.
Talks, Trends und Technologie
Wer also wissen möchte, wie künstliche Intelligenz konkret im industriellen Alltag eingesetzt wird, welche Tools bereits heute verfügbar sind und welche Chancen sich durch Digitalisierung und Datennutzung eröffnen, sollte sich die Smart Automation Austria 2025 nicht entgehen lassen. Die Kombination aus Top-Ausstellern, fundierten Fachvorträgen und praxisnahen Diskussionsrunden macht die Messe zu einem Pflichttermin für alle, die die Zukunft der Industrie aktiv mitgestalten wollen. (BS)
INFO-BOX
Smart Automation Austria
20. bis 22.Mai 2025
Dienstag und Mittwoch 09:00–18:00 Uhr
Donnerstag 09:00–17:00 Uhr
Design Center Linz: Europaplatz 1, 4020 Linz
www.smart-linz.at